2018-02-13

15x15 -Ein Land der Gegensätze

Nach fast einem halben Jahr in Australien kann ich das Land schon irgendwie als eine neue Heimat sehen und immer wenn ich hier eine australische Flagge im Wind sehe, fühlt es sich wie zuhause an. Nach so einer langen Zeit hier, sind mir einige Sachen aufgefallen, die ich hier wirklich zu schätzen weiß und die ich in Deutschland richtig vermissen werde, aber auf der anderen Seite auch reichlich Gründe, weshalb ich mich ganz zuhause in diesen Hinsichten wohler fühle.

15 komische Dinge in Australien

1. Wasser
Wer von euch schon hiergewesen ist kann mich sicherlich verstehen. Das Leitungswasser hier ist zwar Trinkwasser, aber der Geschmack lässt sowas von zu wünschen übrig. Es schmeckt, als würde man gerade ein gesamtes Schwimmbad leerschlürfen, so viel Chlor ist hier drin enthalten. ich hatte das Gefühl im Northern Territory war das am schlimmsten. Und da ich leider kein Geld habe mir abgefülltes Trinkwasser zu kaufen und außerdem viel zu faul bin das alles zu schleppen, habe ich mich an das Wasser hier jetzt gewöhnt(mal ganz ehrlich, so viel wie man bei der Wärme trinkt kann man gar nicht schleppen, geschweige denn bezahlen:D). Ich kann mich noch gut erinnern wie geschockt Marius vom wirklich delikaten Geschmack des Wassers war. Als er Zuhause war und zum ersten Mal wieder was richtiges getrunken hat, hatte er ein ziemlich schlechtes Gewissen, weil er dran denken musste, was für ne Brühe ich mir hier die ganze Zeit antue:D
Ich freue mich auf das Gesicht meiner lieben Eltern, wenn sie das endlich probieren dürfen:D Und da vor allem mein lieber Aldigator keine Lust hat Geld auszugeben und ich weiß wie froh sie im Ausland immer über das Gute und klare Wasser ist,wird das hier wohl ein ziemlicher Schock werden:D 

2. Ampeln
Die Australier sind ja ziemlich streng in vielerlei Hinsichten, so auch mit dem überqueren roter Ampeln, wo regelmäßig 200$ Strafen verteilt werden. Als ich in Sydney angekommmen war, war das richtig anstrengend, da die einfach überall waren und man nie Lust hatte zu warten. Selbst unser Tourguide Becky hat uns erzählt, dass sie da fast hätte bezahlen müssen in der Woche.. Aber das eigentlich nervige ist die Ultra kurze Schaltdauer dieser, man hat nichtmal 3 Schritte über die riesengroße Straße gemacht und schon schalten die wieder auf Rot. Des Weiteren machen die permanent ein sehr nerviges Piepgeräusch was einen fast zum ausrasten bringt wenn man das alle paar Sekunden hört. Achja, und die Zeit der kurzen Schaltdauer wird dann natürlich in der langen Wartezeit angehängt-love it.

3.Linksverkehr
Als Autofahrer lief das eigentlich recht locker ab. Aber als Fußgänger stellt mich das regelmäßig vor schwerwiegendere Probleme. Schon in meinen ersten Tagen in den Blue Mountains hat mich um ein Haar fast ein roter Doppeldecker Touristenbus mitgenommen, da ich in die falsche Richtung geschaut habe. Von  klein auf hat man gelernt in welcher Reihenfolge man schaut, bevor man eine Straße überquert. Das auf einmal umzutrainieren funktioniert bei mir selbst nach 6 Monaten nicht und ich bin immer misstrauisch und denke die Autos kommen aus der anderen Richtung.

4.Klang der Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen
Man fühlt sich wirklich wie in einem schlechten Amifilm. Die Sirenen klingen super quietschig und überhaupt nicht deutsch. Und die Feuerwehrleute kann man auch recht easy mit Müllmännern verwechseln. Die deutsche Uniform sieht ja echt schick aus, aber das hier besteht aus eher einfacherem Stoff und ist neongelb mit lauter Dreck garniert und sieht nicht wirklich aus wie eine Rettungskraft, ich musste öfter schmunzeln als ich sie beim Einsatz gesehen habe. Vor allem in Perth das eine Mal, als an einem Hochhaus der Alarm ging und die standen allesamt davor und haben ratlos nach oben geschaut:D

5. Preise
Ihr glaubt nicht wie schnell man hier das Geld verliert. Ich habe da vorher von vielen gehört, aber da ich ja einen sparsamen Lebensstil gewöhnt bin, habe ich mir da jetzt nicht sonderlich viele Gedanken gemacht-bis ich die Preise gesehen habe. Ihr müsst teilweise wirklich mit dem doppelten Betrag als in Deutschland rechnen und das zieht einem das Geld sehr schnell aus der Tasche, selbst wenn man nur die nötigsten Sachen kauft. Wenn ich gut bin, schaffe ich es hier mit 15-20$ die Woche zu leben, 10 hatte ich auch schonmal. Aber zum Preisvergleich: Paprika 8$, Pizza 15$, Vollkorntoast ab 3$, Jogurt 4$,Orangen 6$, Pilze 13$,Tomaten 6$. Das sieht zwar auf den ersten Blick nicht so viel aus, aber wenn man alles zusammen rechnet, kommt man bei den wenigsten Sachen schon auf sehr hohe Preise. Das ganze hängt damit zusammen, dass die Australier hier einen höhreren Lohn bekommen als wie Deutschen. Hier liegt der Mindestlohn bei 23$, was umgerechnet etwas über 12€ sind. Deshalb haben die Leute auf dem Konto zwar erstmal viel mehr Geld, aber durch die hohen Lebenserhaltungskosten deckt sich das dann. Achja, ein Kinobesuch ist so ab 23$ zu haben^^ Einen wirklich exzessiven Lebensstil kann ich mir hier also nicht leisten und so verzichte ich auch auf vieles, was ich eigentlich gerne machen würde. Ich empfinde das aber als nicht so schlecht, da man den Wert der Dinge viel mehr zu schätzen lernt als wenn zuhause einfach alles immer im Kühlschrank liegt oder ich mir das Taschengeld für bestimmte Dinge einteile. Das hier ist mein selbst erarbeitetes Geld und ich weiß wie hart ich dafür gearbeitet habe, das versucht man schon zusammenzuhalten oder gerade jetzt, wo ich keinen wirklichen Job habe und auf mein erspartes von zuhause zurückgreifen muss. Das Geld möchte ich natürlich auch nicht einfach so herauswerfen. die 2 tage die ich pro Woche arbeiten darf, reichen leider nichtmal, um die 150$ Miete pro Woche zusammenzubekommen. Für mich war das sparen hier jetzt nicht wirklich ein Problem oder ist eine Sache die mich belastet, da ich es von zuhause schon gewohnt bin und ich dort mein Geld auch nie wirklich ausgegeben habe. Nach einer Zeit nervt es einfach, wenn man immer nur so einfach leben muss, ich vermisse schon das ganze gute Essen von zuhause, aber beim Reisen muss man da wirklich Abstriche machen, doch dafür weiß ich, das nicht alles selbstverständlich ist.

6. Brot
ich wünschte ich könnte Brot sagen, denn das ist hier definitiv ein Fremdwort.  Ich habe noch nirgendwo ordentliches Brot gesehen. Es gibt wirklich nur Toast und der ist nicht gerade billig. Vollkorntoast ist hier das höchste aller Gefühle, aber da mir das zu teuer ist( ab 3$), ist es eben immer nur der weiße für 1$, Davon kann man aber auch gefühlt ne halbe Packung essen und ist immer noch nicht satt^^ ich kann langsam wirklich keinen Toast mehr sehen. Mama hat mir ja erzählt wie das bei ihr nach ihrer Zeit in Schottland war und ich wollte es nie glauben, aber jetzt weiß ich wirklich was gemeint ist. Ich freue mich wirklich so krass auf das deutsche Essen.

7. fehlende Traditionen
Gerade in der Weihnachtszeit fande ich es deprimierend hier zu leben. Klar, Weihnachten in der Sonne ist schon mal was, aber so richtig konnte ich mich damit nicht anfreunden. Hier ist Weihnachten nur komerzieller Schrott mit hässlicher Deko überall. Nichtmal Nikolaustag kennen die armen Kinder und Fasching gibt es hier auch nicht. Ostern wird auch nicht so recht gefeiert habe ich gehört. Das ist einer der Gründe, warum ich es mir nie vorstellen könnte dauerhaft hier zu leben. Auch die Architektur ist nicht gerade schön. Australische Häuser sind alles ehr flach gebaut und sehen alle gleich aus.

8.Fliegen
vor allem auf meiner Tour von Darwin nach Perth hätte ich die Viecher verfluchen können. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie anstrengend es ist wenn man auf einem Walk die schöne Natur genießen will, das aber nicht möglich ist weil ungelogen fast 30 Fliegen immer um den Kopf schwirren.. Wenn das nicht Aggressionslevel 500+ ist weiß ich auch nicht:D

9.Handynetz
sobald man aus den größeren Städten heraus ist, kann man sämtlichen Kontakt zur Außenwelt vergessen, heißt wirklich nicht umsonst Outback. Auf manchen Touren hätte ich mir es wirklich gewünscht, einfach die Möglichkeit zu haben mich zu melden, aber das Netz ist nichtmal ansatzweise vorhanden. Mit meinem Aldimobile war ich immer noch ganz gut dran, besonders auf meiner Tour die Westküste herunter. In kleineren Städten hatte ich da immerhin Empfang wo andere mit Vodafone oder Optus von Broome bis Perth nix hatten. Das liegt dadran, das Aldi im Telstra(bestes in Au) ist.

10.Regeln der Bundesstaaten
Stellt euch vor Oma dürfte euch nicht mehr mit Kuchen oder Obst versorgen^^ Dann würde in Thüringen die Apfelplage hoch 1000 eintreten und Sachsen würde verhungern:D Spaß beiseite, hier gibt es die Regelung von einem Bundesstaat in den anderen keine frischen Lebensmittel einführen zu dürfen, das muss alles weggeworfen werden. Total bescheuert eigentlich, aber die wollen sich eben vor allen möglichen Seuchen schützen obwohl ich das etwas zu übertrieben finde. Mir ist es auch schon passiert, dass ich an der Grenze vom NT zu WA von der Grenzkontrolle durchsucht wurde(oder besser das Auto).

11.Möwen
Man hat dieses superschöne Bild von einem gemütlichen Picknick am Strand vor sich. Das Meeresrauschen, eine leichte Brise Wind und ein wundervoller Sonnenuntergang. Tja, ne. gibt's nicht. Sobald du irgendwas zu Essen auspackst kommt ein ganzer Möwenschwarm an der dich belagert und dir alles klauen will, die Biester sind so dreist^^

12. Distanzen
Wo wir zuhause am Wochende mal schnell Ski fahren gehen, die Großeltern besuchen oder in den Wald gehen, stellt einen das hier vor andere Herausforderungen. Gerade hier im Westen liegen alle sehenswerten Sachen erstmal 1000km voneinander entfernt. Auf meiner Westküstentour bin ich im Durchschnitt jeden Tag fast 8 Stunden Bus gefahren. Australien ist ein riesiger Kontinent, das vergisst man viel zu schnell und unterschätzt dann teilweise auch einiges. Das ist mir mit Marius an der Ostküste in der Nähe von Mackay am Eungella Np passiert. Wir dachten der wäre nur 20min entfernt. Es waren dann leider fast 70km und unser Tank nicht mehr der Beste^^ 

13.Inlandsflüge
Also Sicherheit ist hier irgendwie ein Fremdwort. Als ich von Perth nach Brisbane geflogen bin, hat wirklich keiner meinen Ausweis kontrolliert. Auch die Sicherheitskontrolle war eher so larifari. Und was ich am kuriosesten finde ist, dass man bis zu 5l Flüssigkeit einfach mit in den Flieger nehmen kann. Für die Passagiere ist da natürlich gut, wenn man seine Getränke nicht wegschmeißen muss, aber ganz ehrlich, auf diesem Flug habe ich mich nicht gerade sicher gefühlt.

14. Alkohol
Erstmal abgesehen davon, dass der Alkohol hier ein Vermögen kostet, ist es auch nicht erlaubt, diesen in der Öffentlichkeit zu konsumieren. In Deutschland ist es vollkommen normal, vor dem Club einfach zu trinken. in Australien würde man da nicht mehr reingelassen werden( übrigens auch nicht, wenn man zu locker gekleidet ist, Flipflops, jogginghose oder sommerliches Strandoutfit werden nicht geduldet, man muss schon schick aussehen). Und bei dem Ausschenken wird das hier auch sehr eng gesehen. Ich musste ja auch mein RSA Certificate machen, das mir erlaubt, Alkohol auszuschenken. Marius hat in Airlie Beach kein Bier bekommen, da er keinen Ausweis dabei hatte zur Mittagszeit. Die Bedienung meinte auch sie schmeißt uns raus, wenn sie sieht, dass er von meinem was trinkt. Da ich ja auch in der Gastro arbeite weiß ich, dass sie das machen muss, da sie anderweitig ihren Job verlieren kann.

15. Gefahren
Bevor ich hierher gekommen bin hat mich jeder komplett verrückt gemacht wegen irgendwelchen Schlangen, Spinnen oder Haien. Ich habe mir da nie wirklich einen Kopf drüber gemacht und es ist bis jetzt noch nie was passiert. In Queensland sind Marius und mir während der 2 Wochen bestimmt 5 Schlangen begegnet. ja und wir leben noch, kein Grund zur Panik:D Die Australier machen sich hier auch nicht verrückt deswegen, ich glaube die sind fast bisschen zu entspannt. Da wird einfach in Haigebieten bedenkenlos schwimmen gegangen-no worries:D 

15 Dinge, die ich in Australien liebe

1. Hundeverbot/Leinenzwang
Als Phobiker erfreut es mich wirklich sehr, das in vielen Nationalparks Hunde verboten sind und in den Städten überaus oft Leinenzwang Schilder aufgestellt sind, die mit 200$ Strafe drohen wenn ein Hund ohne Leine erwischt wird. leider nehmen das viele nicht allzu ernst und ich fühle mich nicht soo sicher, aber in denNps ist es mir eine große Hilfe:)

2. Palmen
Was vermittelt denn mehr Urlaubsgefühl als Palmen?! Ich glaube jeder liebt Palmen, es ist so toll immer welche in der Umgebung zu haben.

3. Unendliche Weite
Es gibt fast keine größere Faszination als inmitten der roten Erde zu stehen im Outback und nur rote Buschlandschaft zu entdecken. Straßen, die für 100e Kilometer geradeaus gehen, die wunderbaren Felsformationen der Kimberleys die einen wie im Märchen fühlen lassen, riesige Affenbrotbäume und die Wärme, die all die rote Umgebung ausstrahlt. In fast keinem anderen Land wird man dies so erleben können und ich bin froh und dankbar, diese Seite an Australien kennengelernt zu haben.

4. Sternenhimmel über den Kimberleys
Ich weiß noch wie meine Eltern zuhause meinten, dass ich auf der Südhalbkugel nichtmal einen halb so tollen Sternenhimmel haben würde wie zuhause. Ich kann euch definitiv vom Gegenteil überzeugen. Mitten im Outback, wo kein Dunst in der Luft hängt, sondern abends alles so klar ist wie nirgendwo sonst, kann man die tollsten Sternenkonstellationen beobachten. Ich habe die Milchstraße noch nie so klar gesehen und auch nicht so viele tolle und leuchtende Sterne auf einmal. Es ist ein wunderbares Gefühl abends im Zelt zu liegen, durch das Fliegennetz nach oben zu schauen in den fantastischsten Sternenhimmel überhaupt und gelegentlich einige Sternschnuppen vorrüber ziehen zu sehen. Im Karijini Np durfte ich durch ein Teleskop sogar den Saturn aus nächste Nähe anschauen.

5.Freundlichkeit der Australier
Die deutsche Unfreundlichkeit war ein bisschen der Punkt vor dem ich geflohen bin und in dieser Sache bin ich hier wirklich am richtigen Ort angekommen. ich kann euch nicht sagen wie lieb hier alle sind. gerade auf meiner Arbeit jetzt ist ein wirklich schönes Klima. Die Leute kommen extra nach der Arbeit und bedanken sich bei dir für den Tag, fragen wie es geht und lächeln. In Deutschland ist doch jeder total verbohrt was diese Ansicht angeht. Ich mochte die deutsche Art noch nie leiden und egal aus welchem Urlaub wir zurück gekommen sind, war ich richtig deprimiert wieder in Deutschland zu sein. Es gibt nur wenige Länder, wo die Leute so unfreundlich sind wie dort. Deutsche sind oberflächlich und wollen sich gar nicht mit anderen beschäftigen. Es lebt jeder nur stur seinen Alltag und wenn einen ja mal jemand anschaut und anlächelt fragt man sich, was das den gerade sollte. Es ist doch traurig, wenn es einem auffällt, wenn andere nett zu einem sind. Das sollte doch eigentlich Normal sein und ich bin froh, diesen Normalität hier gefunden zu haben. Es ist ein tolles Gefühl zur Arbeit zu gehen und zu wissen, dass die Leute sich für dich interessieren, dir nicht irgendeinen Stempel aufdrücken und dich zu schätzen wissen. Es fragt einen jeder"how are you", natürlich ist das mehr eine oberflächliche Floskel, aber es gibt einem ein gutes Gefühl und wenn man von seinen Problemen erzählt, versuchen alle ine Lösung zu finden und haben ein offenes Ohr.

6. Vielfältigkeit der Natur
Norwegen ist bekannt für die Fjorde, die Schweiz für di Alpen, die Karibik für die Traumstrände und Australien? Das ist schwer zu sagen.. Es gibt das faszinierende Outback, wundervolle Riffe zum Schnorcheln,Schöne Strände, eine tolle Tierwelt, ein kleines Neuseeland,Palmen und ewige Sonne. Egal wie viele Kilometer man reist, es gibt immer irgendwas neues zu entdecken und in den 6 Monaten habe ich so viel gesehen wie noch nie und das alles in einem Land.

7. Entfernt von allem
Für mich persönlich kann ich sagen, dass ich es genieße entfernt von allem Unglück in der Welt zu sein. Ich muss mich nicht mit irgendwelchen Nachrichten befassen oder was in der Politik so passiert. Im Normalfall sind das Dinge, die mich mehr als belasten und mir den Alltag schwer machen. Zuhause redet jeder immer nur darüber wie schlimm doch alles ist, welche furchtbaren Sachen wieder passiert sind oder wie das mit der Politik nur weitergehen soll. Es sind alles Dinge, über die hier keiner redet und ich bin richtig froh, mich mit nichts davon befassen zu müssen. Einige sehen es als dumm oder weltfremd an aber mir tut es  psychisch nicht gut, mich mit Nachrichten zu befassen und hier ist es befreiend für mich, dass ich abgeschirmt bin.

8. Jeden Tag Urlaub zu haben
Ich habe die Möglichkeit jeden Tag ans Meer zu gehen. Es gibt keinen Ort der mich mehr entspannt und ich bin so dankbar, dieses in unmittelbarer Nähe zu haben.

9. niemals schlechtes Wetter
ja, manchmal schon, aber überwiegend scheint nur die Sonne und es ist warm. Sogar so sehr, dass ich manchmal früh aus dem Fenster schaue und mir Regen wünsche, weil ich diesen sehr vermisse:D ich weiß, ihr würdet gerade liebend gerne euer hässliches Wetter abgeben, aber Monatelang nur Sonne wird irgendwann anstrengend:D

10.Relaxtheit der Aussies
Hier macht sich keiner so schnell verrückt wenn irgendwas ist. No worries und der Rest klärt sich schon von alleine irgendwie. Es ist wirklich angenehm, hier nicht diese typische deutsche Hektik zu haben.  Es interessiert keinen ob man paar Minuten später kommt, Hauptsache man ist da und macht seine Arbeit gut. Genau meine Einstellung mit der mich die Deutschen nie verstanden haben..

11. hoher Lohn
Am Wochenende abends kellnern und 26$ die Stunde zu bekommen, daran könnte ich mich wirklich gewöhnen:D  Der hohe Verdienst ist hier wirklich ein riesengroßer Pluspunkt.

12. Dominos
jeder Backpacker wird mir zustimmen, die 5$ Pizza bei Dominos ist wirklich unschlagbar und so so lecker.

13. Sonnenuntergänge
Ich darf mich froh schätzen, dass die tollsten Sonnenuntergänge am Meer zu meinem Alltag gehören.

14. unbegrenzte Möglichkeiten 
Mir stehen hier alle Türen öffen mich selbst zu verwirklichen und meine Träume zu leben. Sei es zu den schönsten Destinationen zu reisen oder mit Delfinen, meinen absoluten Lieblingstieren zu arbeiten. Ich habe hier Möglichkeiten, die ich mir nie hätte träumen lassen.

15. Tierwelt
Ich habe noch nie auf der Welt so viele tolle Tiere gesehen. Delfine, Kängurus, Wallabies, Schlangen, Quokkas, Haie, Fische, Schildkröten, Oktopusse oder Schnabeltiere. Australiens Tierwelt hat unglaublich viel zu bieten und vor allem Tiere, die es nirgendwo anders auf der Welt gibt in freier Wildbahn zu erleben ist wahnsinnig toll.

Ich hoffe ihr konntet einen besseren Eindruck in den australischen Alltag bekommen und wisst jetzt bitte euer gutes leckeres Essen zu schätzen:D 
Ich bin sehr dankbar hier sein zu dürfen und hier zu leben, nehmt die negativen Sachen nicht zu schwer;D
Liebe Grüße, Elli







2018-02-06

Blutmond am anderen Ende der Welt

Letzte Woche habe ich Mittwoch Abend eine ganz tolle Mondfinsternis mit Blutmond beobachtet. Glücklicherweise konnte ich das ganze aus von meinem Haus beobachten. Also habe ich mich auf die Terasse gesetzt und dem ganzen Schauspiel zugesehen. Es war wirklich interessant. Ich habe auch versucht immer einige Fotos zu machen, auf denen hat man die Farbe des Mondes richtig super erkennen können. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich sowas in Deutschland noch nie gesehen:D Oder war so klein, dass ich es vergessen habe:)
Liebe Grüße, Elli

hier könnt ihr das rot vielleicht etwas besser erkennen. Es sah auf jeden Fall wirklich interessant aus:)

Schwimmen mit wilden Delfinen

Da ich ja endlich das Training beendet habe, fand am Sonntag meine erste Schwimmtour statt, bei der ich als Volunteer mithelfen durfte. Eigentlich hätte ich auch eine unter der Woche gehabt, aber die ist aufgrund der geringen Teilnehmerzahl ausgefallen.
Meine Aufgaben hierbei sind, erstmal alles Schnorchelzubehör aus dem Schuppen zu räumen und die passenden Größen für jeden Besucher zu finden. Dabei hatte ich 3 Asiaten dabei, die nichtmal wirklich schwimmen konnten und dann noch ganz verwundert waren, dass sie ihre normale Brille nicht unter die Taucherbrille setzen können. Denen ihre Augen sind immer größer geworden, das war so lustig:D Und dann hat es noch ewig gebraucht, bis sie den Dreh raushatten, und die Brille auch im Gesicht gehalten hat. Ich hoffe sie hatten eine erfolgreiche Tour, auch wenn sie Anfänger waren:) Danach ging es dann aufs Boot, wo Phil, der Marine Biologist dann ein kurzes Briefing gegeben hat und den Besuchern u.a. Wilson( das ist unsere Boje die mit einem Seil am Boot befestigt ist, sodass wir von der Strömung nicht zu weit weggetrieben werden) und die Haischocker(keine Ahnung wie ich es sonst nennen soll, aber das ist eine Art Seil, welches Schockwellen aussendet im Wasser und das soll wohl Haie abhalten, fragt mich nicht wie das funktioniert. Ich bin selber mega verwirrt, da es die Delfine ja auch nicht stört. Davon haben wir 2, eins an Wilson und eins soll immer ein Vollie dran haben. Lustig, dass Wilson meistens gar nicht im Wasser ist und der Vollie das auch nicht immer dran hat und wenn ist es meistens ausgeschalten, da es höllisch weh tut, wenn man sich da immer Stromstöße fängt. Also können wir nur auf die Delfine hoffen, die uns von den gefährlichen Bullenhaien beschützen). Danach fahren wir immer die 3 Restareas der Bucht ab. Bei uns waren in allen 3en diesmal leider keine Delfine, dafür haben wir sie in der Mitte der Bucht beim Jagen angetroffen. Da sie nicht mehr sehr beschäftigt waren, war das ein guter Zeitpunkt um ins Wasser zu gehen. Normalerweise gehen wir, wenn sie auf der Jagd nach Fischen sind nicht ins Wasser, da sie bis zu 50kmh schnell schwimmen können und zwischen die Fronten möchte da keiner geraten..
Aber unser Zeitpunkt war perfekt, langsam haben sich alle bereit gemacht ins Wasser zu gehen. Dabei hilft einer den Leuten immer rein und die anderen passen auf, dass im Wasser alles ok ist. Als die ersten Leute drin waren, bin ich mit ihnen gleich vor zu der Vollie, die alle Fotos macht geschwommen. Die Delfine waren tatsächlich in uns interessiert und zuerst habe ich nur ihr quieken/pfietschen und klacken gehört,obwohl sie noch etwas entfernt waren. das war wirklich so faszinierend da man sich ihnen so nah gefühlt hat. Wie als würde man die selbe Sprache reden und sie würde Geschichten erzählen. Ich kann euch gar nicht sagen wie glücklich ich gewesen bin als sie dann tatsächlich näher kamen und wie atemberaubend der Moment war, als 2 von ihnen mehrmals an mir vorbei geschwommen sind und unter mir durch tauchten. Sie waren mir wirklich zum Greifen nah und haben sich vor Freude immer auf die Seite gedreht um einen besser anschauen zu können(das machen sie am Strand auch immer um sich die Menschen genauer anzuschauen). Ich hatte das Gefühl, dass diese Momente viel zu schnell vorüber waren. Auch wenn es wenige Sekunden waren, waren es definitiv die wundervollsten und magischsten die ich jemals erleben durfte. Delfine waren für mich schon immer besondere Tiere, schon auf meiner Zuckertüte war mein kleiner Delfini ganz oben drauf und hat auch seitdem mein Bettchen nie wieder verlassen. Ich kann es immer noch nicht realisieren, dass mein großer Traum somit wahr geworden ist. Ich habe es mir nie träumen lassen, dass ich jemals in meinem Leben die Chance haben würde, mit Delfinen zu schwimmen. Delfine haben so eine beruhigende Ausstrahlung. Wenn ich sie anschaue, werde ich super ruhig und entspannt und sie geben einem das Gefühl von Geborgenheit, ebenso wie Sicherheit. Delfine sind für mich so fröhliche und sensible Tiere die weitaus mehr können, als wir ihnen zutrauen. Oder ihre zarte Haut, die in der Sonne glänzt,schimmert und zerbrechlicher wirkt als jeder Kristall. Ich habe dort als ich unter Wasser war wirklich alles um mich herum vergessen. Später habe ich halt mega Anschiss  bekommen. Ein Vollie hat mich total komisch angeschaut und ich habe gefragt ob alles ok ist und sie dann nur so mega pissig" nein es ist nicht alles ok, ich hab dir gesagt du sollst da bleiben und du schwimmst einfach weg". Ich habe das einfach ned gehört und wusste nichtmal was das Problem war.. Ich hab gehört, dass sie mir irgendwas zugerufen hat, aber nicht genau was. Irgendwo dass ich vorne bleiben soll, aber mehr auch nicht. Und als die Delfine dann da waren nochmal, als die ganze Gruppe da war, bin ich, als sie in Richtung hinterer Teil der Gruppe geschwommen sind, eben um die Gruppe rumgeschwommen, damit die hinten das auch merken. Ja, war wohl anscheinend falsch. Aber ich finde, das hätte sie mir auch freundlich sagen können. Ich meine, das war meine erste Schwimmtour als Vollie, und aus dem Training ging nicht so hervor, worauf man im Wasser achten muss. Klar weiß ich, dass ich hätte dort bleiben müssen, aber eben erst hinterher. Ich habe doch nix dagegen wenn man mir das sagt, aber der Tonfall war richtig krass. Aber es haben mir einige erzählt, dass das wohl normal bei ihr ist und sie deshalb nicht gleich ein Problem mit mir hat. Später war sie dann wieder total nett und hat mich für bestimmte Sachen gelobt.. Ich werde ja sehen wie das auf den nächsten Schwimmtouren wird. Ich habe nur gerade das Video gefunden, wo sie mir gesagt hat ich soll die Leute vorlassen, das hab ich ja auch. Aber wenn Delfine da sind und das war auch für mich das erste Mal, dass ich welche so nahsehen konnte, ist man eben schon viel mehr von der Rolle und versucht diesen Moment auch für sich einzufangen, als wie wenn man das schon 100mal gesehen hat. Und wer versucht denn nicht, den bestmöglichsten Blick auf Delfine zu haben, wenn man diese noch nie zuvor so sehen konnte. Ich war auf dem Video auch nicht mega weit draußen, nur sieht man, wie ich da eben ans andere Ende geschwommen bin der Gruppe. Aber ich habe das in dem Moment auch nicht so realisiert, da es so wundervoll unter Wasser war.Ich habe alles um mich herum vergessen für diesen Moment. Ich glaube ich hätte mich geärgert, wenn ich da mega weit zurückgeblieben wäre, nur dass ein anderer Volunteer zufrieden ist. Und ich habe ja auch niemandem den Platz weggenommen,ich war genau an der Stelle, wo sie mir gesagt hat ich soll da bleiben und da sind eben auch die Delfine durch Zufall vorbeigekommen. Ich bin mir bewusst, dass ich da hätte auf der Stelle bleiben müssen, aber ich war einfach viel zu aufgeregt. Naja ich mag jetzt auch gar nicht weiter darauf herumreiten und man bekommt nach einer Weile denke ich mehr das Gefühl, wie da im Wasser alles funktioniert aber dadurch, dass sie dann so böse zu mir war, hat das all die tollen Momente ein bisschen kaputt gemacht und ich konnte mich nicht mehr so recht freuen. Es war ja die erste Tour für mich und keiner ist perfekt und macht immer alles richtig.Wir haben dann noch 2 weitere Versuche gestartet. Der eine war komplett erfolglos und bei dem anderen habe ich den Delfin unter mir durch tauchen sehen, wie er auf dem Bauch lag. Leider war das Wasser ziemlich trüb und man hatte Schwierigkeiten sie klar zu sehen, aber es waren trotzdem unvergessliche Momente<3 Man friert nur immer so unglaublich krass auf dem Boot. Wir haben ja die ganze Zeit solche Wetsuits an und wenn du dann wieder auf dem Boot bist und der kalte Wind weht, fühlst du dich wie ein Eiszapfen. Und jedesmal, dass man da wieder ins Wasser muss ist ein kleiner Kampf, es aber absolut wert:D Ich bin auch froh, beim ersten Versuch als eine der ersten mit im Wasser gewesen zu sein, da ich die ersten Momente mit den Delfinen ganz für mich alleine hatte.  Und da ich auch schon auf 2 erfolglosen Touren mitwar, weiß ich was für ein Glück das war. Ich habe auch noch einige Videos, aber da ich die nicht hochladen kann, zeige ich euch die zuhause<3 Ansonsten habe ich auf der Tour immer noch der asiatischen Familie geholfen und bisschen auf sie aufgepasst, da die Frau arge Probleme hatte über Wasser zu bleiben und so habe ich sie dann teilweise immer auf der Schwimmnudel zum Boot gezogen oder raus zur Gruppe. Als wir wieder an Land waren, haben wir den Leuten noch die nassen wetsuits abgenommen, ausgewaschen und die Taucherbrillen gereinigt  und anschließend wieder in den Schuppen gebracht.
Ich bin wirklich sehr dankbar, diese Chancen hier ergreifen zu dürfen und den schönsten Arbeitsplatz der Welt zu haben.
Liebe Grüße, Elli

so sind sie dann immer durchgetaucht und haben einen angeschaut.
Traummomente <3



2018-02-03

Roadtrip Eastcoast Teil 2

31.12.2017
Heute war es endlich soweit, wir durften endlich an Board des British Defender, um auf unsere lang ersehnte Whitsundays Segeltour zu gehen. Das ganze sollte erst gegen 2 starten und um 10 mussten wir ja schon aus unserem Zeltplatz ausgecheckt sein. Naja ein morgendliches Bad im Pool war trotzdem noch drinnen:D Danach haben wir noch meine Epi Pen abgeholt, ein Eis gegessen und dann gewartet, dass es endlich losgeht. Wir hatten ja die Hoffnung, dass wir bitte mit einer kleinen Gruppe das Boot teilen konnten, aber wie sollte es anders sein, kam dann eine ganze Horde von knapp 28 zusammen. Das war schon ordentlich und für uns leider sehr schwer da irgendwie reinzukommen, da die meisten sich kannten, da sie auf einer geführten Tour über einen Monat waren uns sich schon 3 Wochen kannten( das ganze lief über Ultimate, mit denen hatte ich ja auch meine Sydney Woche). Aber zum Glück ging es dann endlich los. Unter Deck wurden wir mit frischem Obst empfangen, für uns beide der absolute Himmel:D Während wir da unten saßen und Anita ein kurzes Briefing gegeben hat, sind wir auch schon abgelegt und mir ist leicht mulmig geworden, da ich Angst vor der Schaukelei hatte. Doch als ich dann endlich an Deck war und diese wahnsinnig tolle Aussicht genießen durfte, war das kein Problem mehr. Es war für uns wie ein Traum, wir hätten nicht glücklicher sein können. Ich meine, wer ist an Silvester schon auf einem megacoolen Segelboot und hat die Aussicht auf wundervolle Inselgruppen und überdimensionale Quallen, die immer vorbeigeschwommen sind, es war sogar ein kleiner Hai mit dabei. Wir segelten bestimmt 4 Stunden, aber die Zeit schien wie zu fliegen. Später brachte Anita noch einen mega leckeren Snack hoch, da habe ich mit Marius schon beschlossen, dass wir das zuhause auch unbedingt machen wollen. Das waren wie so Nacho Chips mit irgendeiner Tomatensoße ,Käse, Lauchzwieblen und saurer Sahne. Absolut göttlich wenn man eine Woche nur von Nudeln gelebt hat:D 
Gegen halb 6 , haben wir dann den Anker am Whitehaven Beach gelegt, mit 7km der längste Sandstrand der Welt. Da sind wir in 2 Bootsladungen dann noch ans Ufer gefahren und haben da den Sonnenuntergang angeschaut. Leider sah der Strand sehr zerstört aus, da der Zyklon letztes Jahr im Januar eine ziemliche Verwüstung angestellt hat.
Zum Abendessen gab es dann Reis und Thailändisches Curry. Fast hätte ich jetzt vergessen, das Silvester ist. es hat sich für uns aber auch überhaupt nicht so angefühlt. Wir saßen dann mit unserer heiligen, geschmuggelten Flasche Vodka an Deck. Es war leider schade, dass man da als Gruppe nix wirklich gemacht hat. Die anderen sind nur mega abgegangen und haben fast das ganze Boot verlegt, das hat eigentlich die besondere Stimmung ziemlich kaputt gemacht und gegen 10 bin ich so unfassbar müde geworden, dass ich mich hinlegen musste, weil echt gar nix mehr ging. Kurz vor 12 hat mich Marius dann wieder geweckt und wir haben mit Wunderkerzen ins neue Jahr gefeiert. Ein Feuerwerk haben wir leider überhaupt nicht sehen können. Ich hatte ja erwartet, dass man vom Meer alles noch viel schöner sehen würde, aber da war einfach gar nix:D Deshalb saßen wir dann einfach zu zweit noch eine ganze Weile da und sind dann gegen 1 schlafen gegangen. Wie gesagt, Silvester ist etwas kleiner ausgefallen.


mit dieser wahnsinnigen Aussicht sind wir gestartet






das war ein ganz schöner Wellengang, das glaubt ihr gar nicht. Ihr wärt alle stolz auf mich, dass mir da nicht schlecht geworden ist


01.01.2018
Frohes neues Jahr! Wir haben den Tag mit einer der wohl schönsten Aussichten begonnen. Nach dem Frühstück sidn wir nochmal 2h an den Strand und haben da etwas Ball gespielt. Danach sind wir im Uboot zurückgefahren. die Wellen waren so hoch, dass am Ende so viel Wasser im Schlauchboot war, dass es einen Durchfluss hatte und wir sind auch immer mehr gesunken.. aber wir sind gut angekommen:D Danach sind wir um die Landzunge gesegelt und es ging nun endlich zum absoluten Highlight. Dem Hill Inlett und der anderen Hälfte des Whitehaven Beaches! Leider wurden wir hier sowas von unter Druck gesetzt. Erst wurde gesagt, wir haben eine halbe Stunde für alles Zeit... Ich bin da dann so die 15 min bis zum Hill Inlett hochgerast, um wenigstens ein paar Minuten da stehen zu können.. Alle anderen haben fix ein Foto gemacht und sind gleich weiter. Uns hat das so krass geärgert, das war so ein wunderschöner Ort dort, und dann hat man nichtmal die Zeit, dass in Ruhe anzuschauen.. Ich bin dann mit Marius trotzdem noch 10min länger geblieben und wir hofften, die anderen noch irgendwo zu finden. Es war das Beste was wir hätten machen können, denn in der Zeit in der wir da waren, hat sich der Verlauf des Wassers innerhalb so kurzer Zeit wirklich toll verändert. Alle Fotos die die anderen haben sind nicht wirklich schön, aber unsere sind wirklich super, da wir in der Zeit den wirklich schönen Verlauf noch haben sehen können:) Danach sind wir mega zum Strand runtergehetzt, wo uns dann gesagt wurde,dass wir hier eine Stunde bleiben durften..toll, so viel zur Organisation. Wenn wir das vorher gewusst hätten, wären wir noch länger da oben geblieben... so haben wir dann in unseren stingersuits etwas im Wasser getrieben, und mit Sand beworfen und die Aussicht zum Neujahrstag genossen.
Als wir wieder beim Boot angekommen waren, gab es Mittag und danach fing der schaukelige Part an. Shaun und Ash setzten die Segel. Das ganze fande ich echt gar nicht toll. Das Boot hatte irgendwann so eine heftige Schräglage, dass man so Schwierigkeiten hatte sich festzuhalten.  Das ganze ging ca. 2h so. Für eine kurze Zeit ist das ja ganz lustig, aber über einen so langen Zeitraum hätte ich da echt drauf verzichten können. Gegen halb 6 setzten wir dann den Anker für einen kurzen Schnorchelgang. Ich war mir echt unsicher was das jetzt werden sollte, da es schon fast dunkel wurde und es ehrlich gesagt 0 nach einem Riff aussah.. Ich habe also Shaun gefragt ob es das jetzt wert ist, weil ich sonst extra mich wieder mit den Kontaktlinsen rumquälen muss und er meinte, der Spot morgen wäre um Weiten besser, mit viel mehr Fischen und klarerem Wasser...also habe ich mir gedacht, lohnt sich das jetzt nicht wirklich, da der Tag eh schon so gut wie rum ist.. Ich bin dann halt trotzdem mit rein und hab ohne Sehstärke versucht was zu sehen. Das war dann aber nicht so wirklich prickelnd, da man nur ein paar tote Korallen gesehen hat und dann vereinzelt Fische. ich bin dann nach einer Weile wieder raus, da es keinen Sinn hatte und ich außerdem richtig Angst vor den Würfelquallen hatte. Unser Stingersuits waren da meiner Meinung nach nicht sehr sicher, da Hände, Füße und alles ab dem Hals ungeschützt war. Die tödlichen Quallen sind nichtmal einen Daumennagel groß und unsichtbar...es ist unmöglich sich da ordentlich zu schützen... ich war etwas enttäuscht, aber hatte große Erwartungen auf das Schnorcheln am nächsten Tag.. Etwas später sind wir dann weiter zu unserem Übernachtungsplatz gesegelt und haben da abends noch einen Baracuda beim Jagen beobachtet. Den hatten wir mit einem Scheinwerfer angelockt, also eher das Licht hat die Fische gelockt und die Fische dann den Baracuda. Wir hatten uns zwar einen Hai erhofft, aber der Baracuda war auch richtig interessant, zumal der von 0 auf gefühlt 100 beschleunigen konnte innerhalb einer Sekunde, das war Wahnsinn! So haben wir einen schönen Neujahrstag verbracht, auch wenn einige Sachen nicht so gelaufen sind wie wir uns sie vorgestellt haben, waren wir dankbar und glücklich alles zusammen zu erleben<3
hier sind wir wir dem Schlauchboot gelandet

so sah das Hill Inlett aus, als wir angekommen sind. Nicht so berauschend, wenn man so hohe Erwartungen hat wie auf den ganzen tollen Bildern. Trotzdem mag ich das Bild, da der Farbwechsel wirklich richtig krass zu sehen ist





Blick auf den Whitehaven Beach

das Warten hat sich wirklich gelohnt. Die Aussicht ist einfach nur wahnsinnig schön und mit keinem Geld der Welt zu ersetzen


ich weiß doch wie neidisch ihr alle seid:D Also hier nochmal die schönsten Eindrücke vom Lookout




Neujahr, hier? Ja, ist akzeptiert:D






02.01.2018
Der letzte Morgen auf dem British Defender brach an und wir fanden es schon ein bisschen schade, dass wir diese wundervolle Landschaft jetzt zum letzten Mal genießen durften. Nach dem Frühstück war ich voller Vorfreude auf das Schnorcheln, bis die Crew dann auf einmal verkündete, dass wir jetzt nochmal für 45min ins Wasser baden können und uns dann auf den Rückweg zum Hafen machen. Ich war erstmal mega fassungslos, da uns doch 2x Schnorcheln garantiert wurde.Ich habe dann mal bei Ash, dem Kapitän nachgehakt und der meinte, dass jetzt Flut wäre, die Korallen also 3-4m unter Wasser seien und man nichts sehen würde. Dem fügte er noch hinzu, dass er keine Ahnung hat, warum Shaun mir da gestern was anderes versprochen hat, da er doch die Gezeiten hier kennen müsste und die Agentur hier ja auch keine Ahnung von sowas hat, wenn sie das versprechen und außerdem ist es eine Segeltour und keine Schnorcheltour..ganz ehrlich, wir hatten 3 Tage Zeit und die kennen die Gewässer, außerdem wenn 2x garantiert sind, dann möchte ich das auch haben. Ich war da richtig pissig. Deswegen haben sie sich dann umentschieden und uns nur deswegen zu einem Spot gefahren wo sie genau wussten, dass es sinnlos sein würde. Sie haben Marius und mich dann extra gefragt,ob wir nochmal zu dem Spot wollen oder zu einem anderen. Wir haben dann eben den anderen versucht, aber wie schon zu erwarten waren die Wellen nicht gerade angenehm, die Strömung hat einen ständig Richtung Felsen getrieben, das Wasser war so trüb, dass man den Grund nur schwer erkennen konnte, außerdem nur tote, farblose Korallen und kein einziger Fisch..Soviel zum Schnorcheln am Great Barrier Reef. Ich bin froh, alles schon an der Westküste gesehen zu haben, aber für Marius hat mir das leid getan. Aber er konnte wenigstens den ersten Spot genießen, wo ich keine Linsen drin hatte. Wir waren echt richtig sauer auf diese blöde Crew und deren Verhalten. Ich versteh absolut nicht, warum wir dann ins Wasser geschmissen wurden, nur weil ich Stress gemacht habe. Naja,wie ihr euch schon denken könnt, war der letzte Tag auf dem Boot daher nicht so berauschend. Zurück sind wir noch eine ganze Weile gesegelt, was wegen der krassen Schräglage nach einer Weile echt anstrengend war. Wir sind dann relativ enttäuscht von Board gegangen, vor allem nachdem die Crew in der Schlussansage noch verlauten ließ, dass sie hoffen, das jeder glücklich ist und alles super war da wir ja alles hatten, sogar unsere 2 schnorchelgänge...danach sind wir echt gegangen. Da muss ich jetzt auch nix weiter zu sagen glaube ich..
Ich war so traurig, weil ich mich so sehr auf das Riff gefreut habe. Nach 1-2h Autofahrt gings dann aber wieder besser und Marius hat mich wieder aufgemuntert. Den Rest des Tages sind wir dann bis kurz vor Townsville gefahren auf den Bush Oasis Caravan Park, der für 26$ zu zweit wirklich mit einer der besten waren, die wir je hatten. Abends wollten wir die Wallabies beobachten, die da auf der Wiese bei Einbruch der Dunkelheit rauskommen und dann endlich den mega coolen Pool nutzen, der eine Beleuchtung im Dunkeln hatte und sogar einen Whirlpool. Wir haben uns da so wohlgefühlt, es war wahnsinnig toll, zumal wir den ganzen Pool für uns hatten:D Und ein Whirlpool in Australien und das noch beim Camping ist ja wohl der größte Luxus:D Leider hat es dann nur richtig angefangen zu regnen und zu gewittern, sodass wir aufgrund des starken Regens auch nicht zum Auto konnten, und dann 3h in der Kälte da festsaßen und die ganze Zeit gehofft haben, dass es wieder aufhört. Irgendwann kam dann ein ganz verrücktes Ehepaar an, die wir echt gefeiert haben. Die sind da mit lauter Blitzen um uns rum in Seelenruhe rein und Marius hat sich dann auch hinreißen lassen und ich mal kurz, aber nachdem der nächste Blitz kam bin ich echt gerannt. Später hat es dann noch aufgehört für eine kurze Weile, die wir dann noch genutzt haben:) Das war wirklich ein mega toller Abend.





also wenn der nicht genial ist:D 


03.01.2018
Heute sind wir auch schon gegen 7 wieder aufgestanden, da uns über 5h Autofahrt bis in die Atherton Tabelands bevor standen. Wir fuhren zeitgleich mit dem Ehepaar aus Melbourne los, sodass wir uns beim Abschied nochmal gegenseitig zuwinkten. Die 3h Autofahrt bis zum Mission Beach waren schon heftig, da es wirklich unerträglich heiß war. Ich weise wieder auf die kaputte Klimaanlage hin und auf unseren schrecklichen Vielfraß Brutus, der Kunde säuft schlimmer als Marius<3:D
Am Mission Beach angekommen, gabs ertsmal Mittagspause und wir haben ne ganze Melone ausgelöffelt. Marius war voll geschockt, dass ich das vorher noch nie gemacht habe. Mama, mach dich ab jetzt auch auf leere halbe Schalen im Kühlschrank bereit:D
Für Marius war der Strand auch besonders schön, da er noch nie einen so schönen Sandstrand mit Palmen gesehen hat. Das war so schön, wie er da ewig am Wasser rumgelaufen ist um das zu genießen<3 Für mich war der Strand ganz nett, aber ich habe schon schönere gesehen. Es wird ja sehr viel Hype um den Mission Beach gemacht, aber es gibt besonderere Strände für mich, die ich in der Karibik schon erleben durfte:) Der einzige Strand in Australien der mich absolut umgehauen hat, war der Whitehaven Beach, sowas findet man nirgendwo auf der Welt nochmal.
Leider haben wir uns hier etwas in der Zeit vertan, aber durch die Wärme und die anstrengende Fahrt waren wir einfach nur breit und am Strand hat es sich so wie Urlaub angefühlt( na gut, das sagt die, die seit einem dreiviertel Jahr rein nichts mehr getan hat:D).Die Fahrt durch die Athertons kann ich nur empfehlen. Durch den vulkanischen Ursprung war alles sehr hügelig und unfassbar grün und mit vielfältigen Pflanzen besetzt.Wir hatten dann richtigen Stress, noch rechtzeitig bis in die Atherton Tablelands zu kommen, da 10 vor 4 laut Internet die letzte Schnabeltierführung sein sollte und die wollte ich ja unbedingt noch sehen. Knapp 1 1/2 h mit etlichen Schreien und riskanten Fahrmanövern später, waren wir rechtzeitig da, nur war keine Führung mehr angesetzt für diesen Tag,da die Zeiten geändert wurden. Die Gruppe vor uns hat aber auch keine gesehen, weshalb das auch nicht schlimm war, dass wir zu spät waren. Nur standen wir halt jetzt mitten am Tag da und wussten nicht so richtig, was wir mit dem angefangenen Tag noch machen sollten, zumal ein Gewitter aufzog und wir die Wasserfallwege dann nicht so recht riskieren wollten. Also ging es nach Malanda in die Tourist Info, da sind wir aber auch nicht so schlüssig geworden. Unterhalb haben wir uns die Malanda Falls noch angeschaut, aber das war nichtmal ein Foto wert, so industriell war das angelegt. Also fuhren wir langsam Richtung Zeltpatz und drehten gemütlich mit dem Auto noch eine Runde durch den Regenwald um den nahe gelegenen Lake Eachham, das war wirklich schön. Gegen 5 waren wir dann am Zeltplatz und standen vorm Problem Wäsche waschen, da Marius absolut nix mehr hatte. Da es geschüttet hat wie sonst was, konnten wir das ja nicht raushängen. Wir haben es dann trotzdem rausgehängt, in der Hoffnung, dass der Regen nachlässt und siehe da, es war trocken am nächsten Tag. Abends wurde Marius noch im Badbereich von einer Schlange erschreckt und zwischen lauter gruseligen Insekten, hat Marius das kochen übernommen und ich habe einen Plan für morgen gemacht. Langsam wurde uns immer mehr bewusst, dass unsere Reise sich langsam dem Ende zuneigt. Einerseits war man jeden Tag, dem man Cairns näher kam froher, da man weniger fahren musste, aber auf der anderen Seite bedeutete dies auch immer einen Tag weniger zusammen. Doch jetzt war erstmal noch Vorfreude auf die nächsten Tage angesagt.
da haben wir auf dem Weg zum Mission Beach mal angehalten weil es echt schön aussah. Die Palmen im Kontrast zu den dahinterliegenden Hügeln war wirklich toll. Übrigens, man siehe auch, die erste Krokodilwarnung. Juhu, ein Objekt mehr, was uns töten will:D


Melone ist toll, Marius zwar auch, aber die Melone hatte in dem Moment Priorität:D Ihr glaubt nicht wie sehr einen das rettet, wenn man in dem tropischen Klima unterwegs ist. Im Hintergrund verschönert Scheißkarre Brutus das Bild.

wir haben auch noch versucht ne Kokosnuss zu knacken, aber nachdem Marius erfolgreich den ganzen Saft hat rauslaufen lassen, war die Mission gescheitert.Da hat mein gutes Taschenmesser leider nicht so ganz ausgereicht.


04.01.2018
Unser erster Morgen in den Atherton Tablelands brach an und wir hatten auch einiges auf dem Programm stehen.Zuerst machten wir einen kleinen Rundweg entlang des Lake Barrine, ein vulkanischer Kratersee. In den Tablelands gibt es wirklich viele davon, das ist richtig interessant. Interessanter für uns war jedoch eine richtig lange Liane die einfach mitten auf dem Weg hing. Da haben wir ewiglang geschaukelt. Ich war mir teilweise nicht sicher ob das überhaupt hält, aber alle Knochen sind noch heil. Das hat super viel Spaß gemacht, da die deutlich mehr Schwungkraft hatte als eine normale Schaukel und das ganze auch deutlich langsamer ablief. Ich hätte die so gerne mit nach Hause genommen:D Danach haben wir noch ein deutsches Ehepaar getroffen. Die hat Marius später auf seinem Heimflug wiedergesehen im Flieger:D
Danach ging es für uns nach Atherton in die Touristeninfo, wo auch eine ganz liebe Frau uns einige Ratschläge gab. Der Nächste Stop hieß dann wieder Schnabeltier:D Und tatsächlich haben wir eins an dem Fluss,der etwas außerhalb der Stadt liegt gefunden! Es war wirklich eine wahnsinnige Erfahrung, diese putzigen Tierchen in Natura zu beobachten. Die machen ganz lustige Geräusche und wühlen den Hauptteil der Zeit nur im Dreck und Schlamm rum, bevor sie kurz Luft holen. Ich hätte nie erwartet, dass die Tiere so klein sind. Wir hatten wirklich richtiges Glück eins zu beobachten, da die gerade in der Brutzeit sind und daher nicht so oft zu sehen sind. Weiter ging es dann zum Curtain Fig Tree, einer riesigen Würgefeige, dessen Enstehungsverlauf da sehr interessant zu beobachten war. Als dieser Punkt auch abgehakt war, fanden wir uns passend zum Einbruch des Regens in den Crystal Caves in Atherton wieder. Eine wirklich ganz beeindruckende Mineralienausstellung. Die größte Amtehyst Geode der Welt steht dort ausgestellt. Wir fanden alles super schön gestaltet und haben bestimmt die 3fache Zeit zugebracht als jeder andere. Zum Abschluss haben wir selber noch so eine Geode gecrackt und jetzt habe ich eine Hälfte hier und Marius die andere bei sich. Ich freue mich, wenn wir die endlich wieder vereinen können <3
gegen 4 waren wir da dann wieder draußen und wie am Vortag auch unschlüssig, was wir jetzt noch so machen könnten. Das Problem in der Regenzeit ist, dass es eben meistens Nachmittag mit den Regengüssen anfängt, sodass wir uns nicht irgendwo in die Natur getraut hätten. Also haben wir uns langsam auf den Weg Richtung Norden gemacht und waren dann gegen 6 auf einer freien Rest Area, wo wir 2$ bezahlt haben und nur eine kalte Dusche hatten, aber das war vollkommen in Ordnung. Direkt als wir fertig mit Abendessen waren, hat es wieder von 0 auf 100 angefangen zu stürmen und zu Gewittern, so dass wir die Blitze dann aus dem Autofenster angeschaut haben.

Lake Barrine


Curtain Fig Tree

die Crystal Caves. Was ich oben vergessen habe zu erwähnen, dass man wirklich alles anfassen durfte. Das hat das ganze realer gemacht. Generell die ganze Ausstattung war wirklich wunderschön und so liebevoll gemacht.


wir haben auch extra Kopflampen bekommen, um die ganze Steine anleuchten zu können, da es größtenteils dunkel war.












05.01. 2018
Unser vorletzter Tag gemeinsam brach an und wir konnten es wirklich nicht realisieren, wie schnell die Zeit vergangen ist.  Heute standen wir auch wieder sehr zeitig auf. Zuerst wollten wir die Mossman Gorge besichtigen. Wir waren gegen 8 dort und noch so ziemlich alleine, sodass wir vor allen Besucherströmen fliehen konnten. Nur leider kam man mit dem Auto nicht in die Gorge sondern musste einen Shuttle nehmen. Dumm nur, dass das für 2km 20$ pro Person waren. Das war uns wirklich etwas zu viel. Also haben wir uns schweren Herzens und ohne Frühstück auf den Weg gemacht. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie unfassbar schwül es trotz bewölktem Himmel war..Angekommen, haben wir alle in der Gorge möglichen Wege gemacht, sind auch wieder einer Schlange begegnet, an der wir dann mega schnell vorbeigerannt sind, also sie weiter im Gebüsch verschwunden war:D Nach über 7km sind wir vor Hunger fast zusammengeklappt und haben uns dann an den Fluss gesetzt. Leider durfte man wegen der starken Strömungen nicht baden, aber einfach nur so dazusitzen am Rande des Flusses war auch eine richtig schöne Abkühlung, die wir nach den Walks wirklich nötig hatten. Durch den Sturm hat es einige Bäume umgelegt, über die wir klettern mussten. Die Mossman gehört schon zum Daintree und hatte einen schönen Regenwald zu offenbaren. Leider war Marius aufgrund der Schwüle echt schlecht gelaunt und hatte gar keine Lust irgendwo langzulaufen, was ich ihm bei seinem Anblick aber auch nicht übel nehmen kann, da sein ganzes Shirt wirklich komplett durch war. Ich glaube diesen Sommer bin ich sicher vor irgendwelchen Beschwerden, dass es zu warm ist:D Aber zum Vergleich, bei mir in Bunbury ist es gerade angenehmer als im deutschen Sommer.
Als wir endlich wieder bei Brutus waren, ging die Fahrt weiter in den Daintree und das Wetter wurde immer schlechter. Irgendwann standen wir dann an der Fähre über den Daintree River(die uns für 5min fast 28$ gekostet hat) und hatten keinen Plan, was wir heute noch so machen sollten. Der Mount Alexandra Lookout war zu vergessen, da man keine Fernsicht hatte und im australischen Starkregen irgendwelche Walks zu begehen hatte auch recht wenig Sinn. Also fuhren wir erstmal die ganze Bergstrecke hinauf. Die Fahrt durch den National Park war wirklich toll, da über die Straßen die ganzen Lianen zu einem Tunnel gewachsen waren und überall verschiedene tropische Pflanzen hervorragten. Über den Rest des Tages verteilt, konnten wir dann den Großteil aller Walks dann doch absolvieren. Gegen Mittag mussten wir am Parkplatz erstmal Pause machen und Suppe kochen weil ich gestreikt habe und vor Hunger nicht mehr weitermachen konnte. Zum Thema Essensplanung kam von Marius ja nicht wirklich viel, ok ich korrigiere mich zum ganzen Thema Planung:D und so war ich teilweise ein bisschen überlastet mich um alles kümmern zu müssen, da kam dann teilweise schon die Erschöpfung durch. Insgesamt, gab es im Daintree 3 Walks. Den ersten fanden wir wirklich schön, da dieser zwar jetzt nicht so lang war, aber über einen Holzsteg führte und man die wundervollsten Stellen des Regenwaldes erleben konnte. Die andern beiden fanden wir jetzt nicht so sehenswert, da alles zu touristisch war. Und Plastikstege, die durch den Regenwald führen passen nicht so richtig zusammen. Auch das Cape Tribulation war jetzt nicht unbedingt das, was wir erwartet hatten. Zweifellos ist der Daintree ein faszinierter Regenwald, aber ich dachte, man hat mehr Möglichkeiten. So sind wir gegen 5 dann auf unserem Zeltplatz Lync Haven angekommen und auch unsere letzte Nacht beim Camping und mit Brutus trat ein:(((( Der Zeltplatz war ein sehr schöner Abschluss für uns. Dieser lag direkt im Regenwald und da standen wir dann auch mit unserem Auto, mit allenmöglichen Variationen an Pflanzen um uns herum. Nach dem Abendbrot haben wir uns dann mit unserer Karte auf den Weg durch die angelegten Regenwaldwege dort vor zum Restaurant gemacht. Ich rate keinem von euch in der Dämmerung durch die tropischen Gefilde Australiens zu wandern. Alter Falter waren wir froh, als wir endlich wieder Tageslicht entdeckten. Den Abend ließen wir mit einigen leckeren Michshakes und Bier ausklingen. Im Starkregen mussten wir dann den ganzen Weg zum Auto zurückrennen, aber da wir eh noch duschen mussten war das schonmal ne gute Vorbereitung:D Es war schon ein komisches Gefühl sich bewusst zu werden, dass wir morgen schon in Cairns sein würden:(


ja, mein lieber Freund parkt immer so ein, aber da wird er euch morgen noch ein extrarasantes Ausparkmanöver demonstrieren, auf Kosten des armen Brutus natürlich

die Mossman Gorge




die Brücke schwingt,das muss gleich ausgenutzt werden:D




zu Marius großer Begeisterung ist uns hier ein Wasserdrachen über den Weg gelaufen. Smaugi hat seine Pfoten wirklich überall im Spiel

die Bäume sind schon wahnsinnig beeindruckend. Die waren so hoch, dass es nichtmal aufs ganze Bild gepasst hat











das Cape Tribulation






unsere Nachtwanderung durch den Regenwald



Egal wer von uns beiden immer vorne gelaufen ist, hat egal wo immer irgendwelche Spinnennetze hängen gehabt. Gerade anhand der Tatsache, dass wir in Australien sind, hat uns das etwas beängstigt



06.01.2018
ach manno, eigentlich will ich doch gar nicht über den letzten Tag schreiben:( Das Aufwachen war echt mies, da wir es nicht so ganz wahrhaben wollten. Aber als wir ausgestiegen, haben wir einige kleine freilaufende Wallabies entdecken können, das hat dem Tag einen so besonderen Einstieg gegeben. Beim Frühstück haben wir festgestellt, das unser Toast so verschimmelt war, das er wirklich nicht mehr zugebrauchen war( Also das Probem habe ich auch immer wenn ich alleine bin, das ist so viel, dass man ewig braucht um es alle zu kriegen und dann darf man immer durchlöcherten Toast essen, das teile ich hier auch mit den andern Volunteeren:D). Naja, also gab es weiße Bohnen und noch ein paar Krümel Kuchen bevor wir uns auf den Rückweg machten. Wir wollten den 3km Walk machen, den wir gestern nicht geschafft haben aufgrund des Regens. Jedoch sind wir da nach nichtmal 5min wieder umgekehrt weil Marius fast in ein überdimensionales Spinnennetz gerannt ist, in dem eine riesige schwarze Monsterspinne saß. Da hat er dann gestreikt weiterzugehen, da die Wege auch unbefestigt waren und wir am letzten Tag nicht riskieren wollten, gefressen zu werden. Also ging es mit immer weiter sinkender Tanknadel zum Mt. Alexandra Lookout. und da die Sonne sich bereite erklärt hat, mal für ein paar Minuten zu scheinen, durften wir dort auch noch ein letztes Mal den Regenwald in seiner vollen Schönheit genießen. Ich wollte von dem Lookout irgendwie gar nicht so richtig weg, da es der letzte Stop auf unserer Reise war und es nun entgültig den Weg Richtung Cairns bedeutete. Ich war so deprimiert,es konnte jetzt doch nicht alles schon vorbei sein. Das ganze Glück der letzten 2 Wochen soll doch bleiben und nicht auf einen Schlag wieder verschwinden..
Langsam machten wir uns dann gegen 11 auf den Weg nach Cairns. Mittags zerstörte Marius dann noch unser Auto. Eigentlich sollte er nur ausparken, aber er hat so einen Holzzaun übersehen, der um die Mülltonnen herumgebaut war und so hatte unsere Auto ein paar nennenswerte Eindellungen und das Glas vom Rücklicht hat sich so langsam abgelöst. Obwohl wir nichtmal wussten was ist, mussten wir einfach nur lachen:D Wir haben dann erstmal alles fotografiert und mit Isoband geklebt und unsere Vermietung angerufen. Zum Glück wird alles durch unsere Versicherung übernommen, sodass wir noch mehr Grund hatten erleichert zu sein. Und da heißt es immer Frauen können nicht parken..Ha! Ich habe Marius dann ein bisschen zu sehr geärgert, sodass er dann kurzerhand angehalten hat, mich aus dem Auto geschleift hat,damit ich fahren kann( ich hatte mich auf die schöne Küstenstraße Richtung Cairns gefreut und das wusste er leider). Wie ihr ja wisst gibt es wirklich niemanden auf der Welt, der schadenfroher ist als Marius und das habe ich dann sowas von zu spüren bekommen, in dem er mir geschildert hat wie faszinierend und überragend die Landschaft doch ist. Und dazu müsst ihr wissen, hat er in den 2 Wochen nie ein einziges Wort über die Schönheit der Natur verloren, das Höchste aller Gefühle war"hm, ja,ganz schön" auf meine Nachfrage hin. Naja er hat sich in den letzten 14 Tagen wirklich sehr zurückgehalten, da musste das einfach raus, anders kenn ich ihn ja nicht :D <3
An einem besonders schönen Ausblick haben wir nochmal angehalten und etwas entspannt, bevor wir dann gegen 3 in Cairns bei unserem Air bnb Host Wayn angekommen sind. Ein älterer Mann der uns wirklich superlieb empfangen hat. Wir haben wirklich fast 3 Stunden gebraucht um das ganze Auto auszuräumen und zu reinigen. Wir hatten wirklich alle Tüten einzeln im Auto liegen, sodass das schon eine Aktion in sich war.. Freundlicherweise hat Wayn uns dann einen Staubsauger, Waschmittel, und den Gartenschlauch ausgeliehen, sodass wir die Kosten für die Waschanlage gespart haben. Sogar seine Waschmaschine durften wir benutzen. Gegen 6 haben wir dann seine Fahrräder ins Auto geschmissen und haben uns auf den Weg gemacht um Brutus abzugeben. Das war schon ein bisschen traurig. Ich mein am Anfang haben wir uns ja schwer mit ihm anfreunden können, aber wir haben ihn dann doch sehr liebgewonnen und es war ja auch unser zuhause gewesen. Nachdem wir ihn ein letztes Mal hinterhergeschaut haben, sind wir mit den Rädern, die für uns beide viel zu klein waren mit unbekanntem Ziel Richtung Innenstadt gefahren. Wir wussten nicht so richtig wohin, bis wir gegen halb 7 noch einen Souvenirshop gefunden haben.wo Marius die letzten Dinge besorgt hat.Gegen 8 hatten wir es auch endlich zu Dominos geschafft. Wir sind wirklich fast umgefallen vor Hunger. Wir hatten ja nur gefrühstückt und das war nicht wirklich als Frühstück anzuerkennen. Gegen 9 waren wir nach einer nervenaufreibenden Fahrradfahrt ohne Licht endlich wieder im Airbnb und durften jetzt mit packen beginnen. Wir saßen wirklich bis nachts um 2, bis alles halbwegs verstaut war. Danach wollten wir uns noch für 2h hinlegen, da wir eigentlich gegen halb 5 am Flughafen sein wollten. Das Ende vom Lied war, dass Marius 10 vor 6 aufgewacht ist und wir realisiert haben, dass wir sowas von verschlafen haben. Ich vermute wir waren so erschöpft, dass wir beide Wecker im Schlaf ausgemacht haben. Innerhalb von 10 Minuten haben wir uns fertig gemacht, das letzte Chaos beseitigt, die Wäsche von der Leine geholt und eingepackt und ein Taxi bestellt, dass uns viertel 7 am Flughafen abgeliefert hat. Unsere Flüge sollten beide um 8 gehen.. Also stellten wir uns am International Terminal an und gaben Marius Gepäck ab, bevor wir uns auf den Fußweg zum Domestic Terminal machten um meinen Flug einzuchecken. Schlussendlich hatten wir dann vielleicht noch 15-20min um uns zu verabschieden. Ich brauche euch nicht sagen wie fürchterlich dieser Abschied war. Vor allem weil uns die Zeit gefehlt hat uns ordentlich die Zeit dafür zu nehmen. Aber kurz nach 7 mussten wir dann wieder getrennte Wege gehen und es gibt nichts was für mich schrecklicher ist, gerade nach den wundervollen letzten 2 Wochen, die mir so deutlich gezeigt haben, wie viel Spaß es macht,all diese Dinge gemeinsam zu erleben. Alleine habe ich nie diese Freiheit und dieses Glück verspürt,welches ich ihr so lange gesucht habe. Das kann ich nur, wenn ich all diese Erlebnisse mit Marius teilen darf. Und Glück ist ja bekanntlich das einzige was sich verdoppelt, wenn man es teilt.  Natürlich bin ich auch dankbar für alles, was ich in den 5 Monaten hier gesehen habe, jedoch macht es einen so deutlichen Unterschied, ob man diese Momente teilen kann. Ich hoffe wir werden uns noch richtig lange an diesen Urlaub zuerückerinnern können und bei jedem Mal wieder genauso glücklich sind.

Liebe Grüße, Elli<3









Mount Alexandra Lookout


Und hier auch noch ein paar Handybilder angefügt:)



Silvester Spaziergang am Whitehaven Beach






das hat er wirklich klasse gemacht:D 100 Punkte für Slytherin und nochmal 100 für Hufflepuff, dafür dass sie diesmal unschuldig waren:D

das kann man schonmal übersehen:D


wenn dann richtig:D