2017-10-11

Auf den Spuren der Dinos

Heute ist mein letzter Tag in Broome und deshalb war ich heute früh mit Arni, der mittlerweile auch in Broome angekommen ist am Ganthaume Point, dort haben wir uns Dinosaurierspuren angeschaut. Das war echt richtig cool. Auch die Umgebung ringsherum war sehr toll. Das wunderbare türkise Meer und am Rand orangene Klippen. Das zeitige Aufstehen hat sich echt gelohnt, man kann die Spuren nämlich nur anschauen wenn Ebbe ist, und leider war diese am Morgen. Zurück im Hostel kümmere ich mich gerade um Jobs und werde nachher meine ganzen Sachen packen. Heute abend treffe ich mich nochmal mit den Au pair Mädels bevor es morgen halb 7 losgeht Richtung Süden.
Eigentlich sollte ich Freudensprünge machen, dass es endlich weitergeht und ich die Chance habe eine supertolle Tour zu machen. Aber irgendwie ist Glücklichsein und Freude irgendwo auf der Reise verloren gegangen und so sehr ich auch suche, kann ich es nicht finden. Ich bemühe mich wirklich hier alles zu genießen, aber aus irgendeinem Grund kann ich es nicht und ich bin die Hauptzeit des Tages leider richtig unglücklich.  Eigentlich ist alles super, aber mein Unterbewusstsein stellt sich mit aller Kraft dagegen, so viel, dass ich nicht gegenhalten kann. Alleine zu sein ist richtig mies und wenn ich eins in den knapp 2 Monaten die ich jetzt hier bin gelernt habe, dann ist es das, dass ich nie wieder alleine wegfahre. Das ist natürlich nicht die einzige Erkenntnis, ich bereue nicht hergekommen zu sein und bin froh schon so viel erlebt zu haben und möchte hier auch noch viel sehen und neue Erfahrungen sammeln. In der nächsten Zeit werde ich zu all den Sachen, über die ich mich hier so glücklich schätzen kann auch nochmal einen Post verfassen. Denn das sind auch die Dinge, auf die ich mich hier fokusieren möchte und die mir in Erinnerung bleiben sollen. Im Moment brauche ich einfach Zeit und einfach auch mal wieder ein paar Glücksmomente beim Reisen(die auf der Tour hoffentlich zu genüge vorkommen) um mir bewusst zu werden, was für ein wundervolles Leben ich hier führen kann. Mir steht die ganze Welt offen, jetzt liegt es nur daran was ich daraus mache. Und das soll bitte jetzt die Zeit werden, von der ich die ganzen letzten Jahre geträumt habe. Ich muss nur irgendwie aus dieser Dunkelheit und dem schwarzen Loch, in das ich bin zum Anschlag reingefallen bin wieder rausklettern, bin nur noch auf der Suche nach der Leiter und dem Ausgang. Ich hoffe sehr wenn die Tour morgen startet geht es die Leiter immer weiter rauf, sodass ich endlich wieder alles in kunterbunten Farben anschauen kann und mir nicht alles so leer und trostlos erscheint wie jetzt.
Liebe Grüße, Elli


ich frage mich ob er schwimmen konnte, so schnurstracks wie er da auf die Klippen zugestapft ist:D Wahrscheinlich ist der Flugversuch so kläglich gescheitert wie bei Marius im August, bin ich froh, dass es da nur die Straße war <3 :D Kein Wunder das die Dinos ausgestorben sind wenn sie so dämlich sind und da runterhüpfen.




2017-10-09

Zwischen Palmen und türkisblauem Meer

Das klingt ja an sich nicht schlecht. Broome ist wirklich schön. Also von der Stadt darf man jetzt wirklich nicht zu viel erwarten, da bin ich mir ja immer noch unsicher, was ich hier als Stadtzentrum identifizieren kann. Aber die Umgebung ist wirklich absolut spitze. Ich sitze gerade im Hostel und wenn ich aus dem Fenster schaue, dann kann ich grün/goldene Palmblätter leicht im Wind wedeln sehen und wenn alles zuviel ist und ich eine Abkühlung brauche gehe ich in den Pool, lasse mich treiben und bin wieder von Palmen umgeben. Generell fühle ich mich hier sehr wohl, da es wirklich wie im Hotel ist. Nur das ich eben selber kochen muss und mir den Raum mit 11 anderen teile, eigentlich könnte ich hier ewig bleiben. Wäre nur das Problem nicht, wie ich endlich weiterkomme. Ich bin jetzt schon eine Woche hier und möchte mich langsam auf den Weiterweg begeben. Das ist allerdings gar nicht so einfach, wie ich diese Woche festgestellt habe. Ständig zerschlagen sich Gelegenheiten oder ich bin selber total unsicher, wie ich weitermachen soll. Mittwoch hatte ich endlich neuen Mut gefasst und mich am Stadtstrand mit einer Niederländerin getroffen, die sich evtl. auch mit ein Auto mieten würde. Mit Alissa hat das auch echt gepasst, wir hatten die selben Ansichten und sie war mir echt sympathisch. Sie hatte noch eine Freundin dabei, Becky, und so saßen wir den Nachmittag zusammmen am Strand und haben erzählt. Die beiden arbeiten als Au pair hier. Danach hat Becky mich mit dem Auto mitgenommen und mir noch einen ganz schönen Strand gezeigt und danach sind wir zu Maren, einem anderen deutschen Au pair hier, und haben eine Weile am Pool bei ihr verbracht und erzählt. Das war so schön, das erste Mal das ich in Australien Leute gefunden habe, mit denen ich mich auf Anhieb super verstanden habe. Es war alles so einfach und ich war mega glücklich, als ich am Abend wieder im Hostel war. Nur kam kurz darauf der nächste Dämpfer. Alissa musste mir leider absagen, da ihre Familie noch kein neues Au pair hat und sie diese nicht alleine lassen will, was ich auch super lieb von ihr finde. Ihr Vertrag ist immmerhin abgelaufen und sie könnte gehen, doch weil ihr die Familie so am Herzen liegt, möchte sie diese nicht alleine lassen. 2h später hat mir Jonna auch noch abgesagt, das deutsche Mädchen, mit das Auto mieten wollte. Sie hat sich den Tag über andere Leute gesucht und so war ich wieder alleine. Donnerstag gings mir dann erstmal richtig beschissen. Es ist ein niederschmetterndes Gefühl, wenn sich nach und nach alles zerschlägt. Gestern habe ich dann einen anderen auf Facebook angeschrieben, doch der meinte er trifft sich erstmal mit anderen und meldet sich dann, das soll nichts negatives jetzt heißen, aber ich denke eher, das er die anderen mitnimmt. Dann habe ich mich mit einer Französin getroffen, die ich auch über Facebook angeschrieben habe. Die war auch superlieb, aber ihr ist es zu teuer ein Auto zu mieten und somit fiel das leider auch weg. Ich habe aber einen ganz entspannten nachmittag mit ihr im Pool verbracht dafür. Und abends haben sie mich dann gefragt, ob ich mit zu den Staircases of the moon gehen möchte. Da hatte mich Becky aber schon gefragt. Beim Abendessen habe ich noch mit einer anderen Deutschen ausgemacht, das wir zusammen hinlaufen können. Kurz darauf habe ich gelesen, das Becky mich abholen kann,aufgrund einiger Missverständnisse hat sie mich dann nicht abgeholt und ich stande eine halbe Stunde vorm Hostel und habe gewartet. Die andere Deutsche habe ich bei den Franzosen mit untergebracht, dass sie nicht alleine laufen muss.Naja, 10 nach 6 rannte ich dann schnurstracks Richtung Strand.Mir war klar, dass ich es nicht mehr rechtzeitig schaffen würde, in 10 Minuten konnte ich keinen Weg von 30min laufen.. Deshalb habe ich auf 3/4ster Strecke Halt gemacht, und mich neben ein Hotel gestellt, wo auch einige Schaulustige standen und hoffte auf mein Glück. Ich denke von hier habe ich den Mond sogar noch näher gesehen als vom Strand, weil dieser weiter entfernt liegt und total von Menschen überfüllt war.
Die Staircases waren wirklich beeindruckend. Der Mond erhob sich im dunkeln langsam hinter den Bäumen hervor, eigentlich wie ein Sonnenaufgang. Der Mond war riesig groß und besaß eine orange/gelbe Färbung. Als ich mir Bilder im Vornherein angeschaut habe, dachte ich, dass das ganze nachbearbeitet ist, aber es war wirklich gigantisch und ich bin dankbar, dieses Naturschauspiel angeschaut haben zu dürfen. Als der Mond noch niedrig war, bildete sich auf dem Meer eine goldene Treppe, sie war zwar nicht mehr so deutlich wie die Monate davor, aber teilweise dachte ich wirklich, dass das Zauberei ist, da es so magisch aussah. Wie als hätten Engel einem den Weg in den Himmel gebaut. Die Treppen hatten wirklich die Farben, die ich generell mit allem Übernatürlichen verbinde. Es war super beeindruckend. Ich fande es auch entspannend, das ich nicht am Town Beach war, wo sich die ganze Stadt versammelt hatte und jeder dicht an dicht stande, sondern mit 5-10 anderen in einer ruhigen Atmosphäre. Leider konnte ich keine Fotos machen, da mir dafür das Stativ fehlt, aber schaut euch bitte unbedingt im Internet ein paar Bilder an, ich packe euch hier gleich einen Link rein:Staircases to the Moon .
Samstag hat mich Becky spontan angerufen, ob ich Lust habe mit zum Strand zu gehen. Sie, Anja und Leonie wollten ein Flugzeugwrack aus dem 2. Weltkrieg suchen gehen, welches man nur selten betrachten kann, wenn die Ebbe so stark ist. Dazu muss man vom Town Beach ca.1 km ins Meer laufen. Wir sind da eine ganze Weile gelaufen und haben uns durch den Matsch und sämtliche Krabben gekämpft, bis wir irgendwann nur an einem Baum ankamen.. Wir dachten wir wären schon weit genug draußen, später wussten wir dann, das wir nochmal die selbe Strecke hätten laufen müssen. Aber von uns hatte dann keiner mehr Lust da wir nicht genau wussten wohin und die Verhältnisse zu laufen waren richtig bescheiden. Man musste so aufpassen wo man hintritt und immer wieder haben sich spitze Muscheln in die Füße gedrückt. Es war aber trotzdem mega schön gewesen.
Sonntag bin ich dann mit Becky und Anja zum Cable Beach gegangen und wir haben den Nachmittag dort entspannt.
Heute bin ich relativ zeitig aufgestanden, da so ein Lärm war und ich auch irgendwie mehr voller Tatendrang war, da ich endlich weiß wie es weitergeht. Ich habe die ganze Woche noch nach Travelmates gesucht und auch mit etlichen Leuten auf Facebook geschrieben, doch auch gestern das Erlebnis, das ich erneut an welche geraten bin, die sich nur mit Babyfeuchttüchern sauber machen, Wasser den Orten entnehmen wo groß und breit "no drinking water" draufsteht, sich damit die Zähne putzen, das zum Geschirr spülen und kochen verwenden hatte ich echt die Nase voll. Es kann doch nicht sein, das alle Backpacker so dreckig sind. Ich hatte mit so vielen geredet, die es so machen. Wenn man im Nationalpark ist und eben mal 2 Tage keine Dusche bekommt dann ist es so. Da sage ich ja nichtmal was, auch wenn ich es eklig finde. Aber durch die Bank weg so zu leben ist nichts für mich und da habe ich dann auch meine Prinzipien und begebe mich nicht auf einen Lebensstil herunter, der mir nicht zusagt.  Ich möchte die Reise doch genießen können und eine gute Zeit erleben, aber unter solchen Umständen beginne ich das nicht. Ich habe auf meinem ersten Roadtrip gemerkt, wie sehr das alles kaputt gemacht hat. Auch wenn Adi und Christoph superliebe Leute waren, war es für mich keine schöne Erfahrung auf die Art und Weise zu reisen. Ich bin hier eben auch in einer Gegend, wo es nicht viele Backpacker hinverschlägt, da sich der Großteil nur auf die Ostküste und den Süden stürzt. Eigentlich ziemlich dumm, da der Westen mir bis jetzt so viele wundervolle Dinge gezeigt hat. Ich hoffe sehr, dass ich es weiter unten im Süden leichter habe, Leute zu finden, mit denen ich mich gut verstehe. Hier sind so gut wie keine in meinem Alter,alle sind so um die 28. Ich habe hier auch schon viele nette Leute kennengelernt und das soll jetzt auch kein Nachteil sein, aber man merkt wenn es nicht die richtigen Leute sind schon, das es da Differenzen gibt. Mit Alissa zum Beispiel hätte ich mir keinen Kopf gemacht, das es nicht klappen würde. Aber so im Hostel hier ist es dann teilweise schon schwer.Ich bin richtig froh hier so viel mit den Au Pairs unternehmen zu können und Becky sehr dankbar, das sie mich da so reingebracht hat. Deswegen treffe ich mich heute Abend auch mit Leonie und Anja. Zuerst fahren wir wieder an den Cable Beach um im Sonnenuntergang noch ein bisschen im Meer zu schwimmen und anschließend machen wir Pizza und schauen einen Film an. Ich freue mich darauf, da es hier in Australien wirklich die ersten Leute sind, mit denen ich mich auf Anhieb so richtig super verstanden habe und mit denen ich was zusammen machen kann. In den Hostels wo ich war, fande ich es sehr schwer in irgendwelche Gruppen reinzukommen. Deswegen bin ich sehr dankbar hier so viel erleben zu dürfen.Und jetzt zu den Neuigkeiten wie es weitergeht. Gerade habe ich eine guided Tour für 10 Tage gebucht, in der ich die schönsten Ecken zwischen Broome und Perth bereisen werde. Ich freue mich jetzt so darauf. Die Tour ist auch für Backpacker ausgelegt, heißt es wird viel gezeltet und auch einige Wanderungen stehen auf dem Plan. Dafür habe ich mir heute beim Australischen Roten Kreuz einen Schlafsack für 4$ geholt. Ich bin ja so genial :D EIgentlich hätte er 8 gekostet, aber der ist an der Seite ziemlich gerissen, sodass ich denen das gezeigt habe und die mir den dann gleich für die Hälfte gegeben haben. Danach war ich noch auf der Post und habe endlich den Brief mit den ganzen Postkarten weggebracht. Einzeln verschicken ist hier nämlich nicht, da würde ich für eine Briefmarke 3$ bezahlen. So bezahle ich für einen Brief mit 6 Karten 4$. Ich würde euch allen gerne eine schicken,aber da das so teuer ist. Werde ich wohl Weihnachten den nächsten Brief weggeben oder bessergesagt darf Marius die dann zuhause verteilen:)
Zurück zur Tour, am Donnerstag früh geht es dann hier los. Wenn ihr genau wissen wollt was ich an jedem Tag mache schaut auf Peter Pans Travel vorbei und schaut euch die Tour Broome to Perth dort an:) Zuerst geht es in den Karijini Nationalpark für 2 Tage, danach weiter nach Exmouth ans wundervolle Ningaloo Reef( Ich freue mich schon so dolle dort endlich schnorcheln zu können), weiter nach Coral Bay wo man ebenfalls schnorcheln kann. nach Monkey Mia und Shark Bay, wo man wilde Delfine am Strand beobachten kann( das ist mehr der obligatorische Touri Müll, aber ich freue mich natürlich rießig, wenn ich meine Lieblingstiere aus der Nähe anschauen kann, die werden in Monkey Mia 1mal pro Tag gefüttert und kommen deswegen an den Strand, dabei wird aber drauf geschaut, dass sie nicht überfüttert werden sondern selbst noch auf die Jagd gehen), danach schaue ich mir noch den Kalbarri Nationalpark und die Pinnacles an bevor die Tour dann in Perth endet. Zurzeit ist in Western Australia auch Wildblumenblüte, ich hoffe einiges sehen zu können, aber die entsprechenden Nationalparks werden leider nicht angefahren. Mal schauen was ich da von Perth aus regeln kann. Am Dienstag nachdem ich angekommen bin, steht aber erstmal Rottnest Island mit seinen Quokkas auf dem Plan.
Ich hoffe euch geht es allen gut:) Ich werde jetzt die letzten beiden Tage in Broome genießen und euch nach der Tour hoffentlich nur schönes berichten zu können. In Perth will ich dann auf Arbeitssuche gehen. Ich brauche so sehr einen Ort an dem ich mich zuhause fühlen kann und eine geregelte Struktur habe.
Liebe Grüße, Elli
auf dem Weg zum Strand

Die Suche nach dem Flugzeug, übrigens wurde hier gestern ein Salzwasserkrokodil gefunden, da sehr viele Mangroven da sind. Die Ranger versuchen das zu fangen. Hupsi, hier bin ich die letzte Woche immer unbedacht im Meer rumgelaufen oder habe bisschen gebadet. Zum Glück wusste ich nicht, dass da möglicherweise ein Krokodil 50m neben mir lauert.
aww, die besten Eierkuchen. Gestern früh habe ich zusammen mit anderen gekocht.

das allerbeste Hostel <3 Es ist soo schön hier.



2017-10-03

G'day Broome

Ich bin jetzt seit 4 Tagen in Broome und hier gefällt es mir deutlich besser. Das Hostel ist das beste und günstigste in dem ich jemals war. Für 17$ die Nacht ist hier alles so super sauber und ordentlich. Auch die Einrichtung mag ich total. Man fühlt sich fast wie in einem kleinen Hotel. Überall sind Sitzsäcke und Hängesessel, das ist total gemütlich und man kann super relaxen. Ich war hier schon am Stadtstrand und am Cable Beach.
Für heute habe ich per Facebook eine Mitfahrgelegenheit angeboten bekommen. Irgendwie war mir das zu zeitig weil ich am Freitag noch die Staircases to the moon anschauen wollte. Das ist ein Phänomen in Broome was es nur von April bis Oktober gibt. Wenn Vollmond ist und gleichzeitig Ebbe, dann spiegelt sich das Mondlicht so toll, dass es aussieht, als bildet sich eine Treppe zum Mond. Aber auf der anderen Seite wollte ich eine Gelegenheit nicht ziehen lassen.Ich habe den ganzen Sonntag mit mir gerungen und wusste nicht welche Entscheidung ich treffen soll. Es haz mich wirklich sehr fertig gemacht und ich habe gemerkt, das es mir einfach zu viel war unter so einem Druck zu stehen. Sonntag Abend habe ich dem Engländer Joby dann geschrieben, das ich mitkomme. Darauf kam keine Reaktion. Einige Stunden später habe ich gefragtm ob wir uns morgen mal zusammmensetzen können, da ich die Gruppe gerne näher kennenlernen will. darauf hat er mir ebenfalls nicht geantwortet.. Montag saß er dann mit der ganzen Gruppe da, hat erzählt, am Handy rumgespielt und nichtmal dran gedacht, mir eine Rückmeldung zu geben. Am Morgen hatte ich mich noch mit einem anderen Deutschen getroffen, der zur seben Convoy Gruppe gehörte. Der war total wortkarg, ernst und hat keine wirklichen Anstalten von Interesse gezeigt. da war ich sehr skeptisch. Er meinte auch er meldet sich, hat er aber nicht. Gegen Mittag war ich dann so genervt, das ich beschlossen habe auf die Gelegenheit zu pfeifen, da ich nicht mit Leuten fahren will, denen ich egal bin. Auch Mamas Sms hat mich sehr bekräftigt, da sie auch meinte, ich solle mir die Staircases unbedingt anschauen.
Am Nachmittag kam dann Alex, die Niederländerin aus dem Auto von Joby zu mir und hat mir eröffnet, das die ganze Gruppe beschlossen hat mich nicht mitzunehmen. Sie machen sich Sorgen das ich wegen der Dusche Stress mache und sie wollen mich nicht im Busch lassen, nur weil ich ein Problem habe eine Woche nicht zu duschen. Eine andere, die mich nichtmal kannte meinte, sie will nicht das ich mitkomme weil ich erst 19 bin und mehr Erfahrung brauche etc. Es waren nur dämliche Ausreden,Alex hat z.B. noch gebracht das ich zu ruhig sind und dort mehr partypeople sind, die bis spät in die Nacht Lärm machen. sie kennt mich nicht.. aus 5min reden kann man sowas doch nicht beurteilen. Sie meinte sie wollen mich nicht ausschließen, aber im Endeffekt haben sie genau das gemacht. Ich habe gesagt, ich habe doch eh keine Chance ihren Entschluss zu ändern. Da meinte sie, ja, das stimmt.  Ich war nicht traurig, das ich nicht mitkonnte, das habe ich ja ein paar Stunden früher sowieso beschlossen, aber ziemlich deprimiert und niedergeschlagen, das schon wieder Leute ein Problem mit mir haben und mich nirgendwo dabeihaben wollen. Gerade wer über meine Schulzeit Bescheid weiß, weiß wie traumatisierend und schlimm die Zeit am Gymnasium war. Und jetzt schon wieder solche Geschehnisse, die in die selbe Richtung gehen. Nach dem Gespräch war ich total fertig. Ich habe nicht verstanden was genau ich falsch mache, das nie etwas funktionieren kann. Ich habe absolut keine Lust, mir jetzt neue Leute zu suchen bzw. generell mit Fremden zu reisen. In den letzten Wochen habe ich gemerkt, das dies nicht die Art zu reisen ist, die mir gefällt. Es fehlt, das ganze mit einer vertrauten Person zu teilen. Ständig nur alleine zu sein ist nicht gerade schön. Und wegen solchen Erlebnissen habe ich auch keine Lust etwas mit anderen zu machen, jetzt noch weniger als davor. Im Prinzip kann ich froh sein, nicht mit denen mitgefahren zu sein. Gestern saßen die die ganze Zeit am Tisch neben mir. Ihr braucht nicht erwarten, das die 2 Jungs nochmal herkamen und ein Wort zu mir gesagt haben. Von allen anderen habe ich teilweise abschätzige Blicke empfangen. Ich hasse solche Menschen. Manchmal wünsche ich mir, so jemanden einfach aus der Welt ausradieren zu können.
Heute habe ich mich mit einer anderen Deutschen getroffen, die ebenfalls eine Mitfahrgelegenheit sucht. Die ganze Zeit vor dem Gespräch ging es mir total mies und mir war richtig schlecht weil ich so Angst hatte. Jonna ist aber eigentlich ganz lieb. Der vorläufige Plan ist, das wir uns gegen Ende der Woche ein Auto mieten und dann in 17 Tagen bis Perth runterfahren. Das ganze ist nur sehr teuer, da es 2000$ kostet, nur die Miete..Sie schaut jetzt parallel  noch nach anderen im Hostel die 2 Plätze frei hätten, darauf habe ich aber keine Lust, da ich lieber mein Ding für mich mache und mich nicht nach anderen richte und alles mache was die sagen, nur weil sie so nett waren und mir eine Mitfahrgelegenheit gegeben haben. Das ist nicht gerade eine schöne Art zu reisen. Ich bin hier nur einmal, also möchte ich meine Entscheidungen unabhängig von anderen treffen. Dummerweise ist man hier nur auf andere angewiesen, da es alleine zu gefährlich und zu teuer ist. Ihr erkennt das Problem. Ich weiß noch nicht wie ich sowas längerfristig lösen werde. Da wäre ein eigenes Auto wirklich praktisch, weil da bin ich der Chef und mir quatscht keiner rein, nur lohnt sich das einfach nicht, da ich viel zu große Entfernungen zurücklegen müsste und außerdem Angst habe, das am Ende nicht verkauft zu bekommen. Ich hoffe bis Ende der Woche finde ich eine Lösung wie es weitergeht und bis dahin genieße ich meine Zeit in Broome. In dem Hostel könnte ich wirklich länger bleiben. Morgen werde ich endlich mal die Postkarten loswerden, die sich schon angesammelt haben und wieder zum Stadtstrand laufen und dort etwas lesen. Hier im Hostel gibt es eine Bücherecke. Ich vermisse das Lesen hier schon ziemlich. Deswegen nutze ich das jetzt und entspanne mich. Mit dem Ausblick auf wunderbares türkisblaues Meer. Als ich das Meer hier zum ersten Mal gesehen habe war ich so fasziniert. Türkis ist ja sowieso meine Lieblingsfarbe, und dann noch in so einer unendlichen Weite.. es ist Wahnsinn. Dasselbe ist mir dann nochmal am Cable Beach passiert. da bin ich übrigens über eine Stunde hingelaufen und war total fertig danach. Rückzu habe ich den Bus genommen da es schon dunkel war. Außerdem hätte ich nochmal so eine Aktion nicht überstanden:D Am Cable Beach ist das Wasser so toll. das Türkis war so überwältigend, das ich es gar nicht fassen konnte. Leider ist dort überall nur pralle Sonne, sodass ich mich an den näher gelegenen Stadtstrand das nächste mal begeben werde.
Liebe Grüße, Elli

der Stadtstrand, zu welchem ich mich Samstag nach der Ankunft gleich aufgemacht habe. Man kann am Strand nicht essen, ohne das einen die Möwen zerrupfen :D

erst stand eine Warnung mit "Stingers" da, habe mich dann aber doch entschlossen reinzugehen, da auch etliche andere gebadet haben. Da Ebbe war, konnte man perfekt im Wasser liegen und nichts tun. Nach einer 14 stündigen, komplett schlaflosen Busfahrt eine rettende Medizin.

von hier werde ich Freitag die Staircases beobachten. Ich bin gespannt.

Cable Beach du kleine Schönheit. Wenn man hier steht braucht man erstmal ein paar Minuten um das zu verarbeiten

EIN TRAUM, zwar nicht so schön wie Kuba, aber es kommt dem nahe


wenn man wenigstens einem Hobby nachgehen kann, neben faul sein versteht sich, das kann ich perfekt.




Die schönen Dinge in Erinnerung behalten

Doch in Kununurra sind nicht nur schlechte Dinge passiert.Als ich das Hostel gewechselt habe, bin ich etwas orienteriungslos durch die Straßen geirrt. Da hat eine Australierin angehalten und gefragt ob sie mich fahren soll. Und dann kam auch noch ein Mann der meinte er kann mich fahren. Die Australier sind wirklich so lieb. Das würde mir in Deutschland nie passieren. Da lebt jeder seinen eigenen Stiefel. Das ist auch das, wovor ich bei meiner Rückkehr Angst habe. Die deutsche Unfreundlichkeit und Engstirnigkeit, die mich schon nach so manchen Urlauben ziemlich fertig gemacht hat.
 Arni, ein supernetter Chilene hat mir wirklich dabei geholfen, das ich auch schöne Erlebnisse hatte. An einem Abend sind wir auf den Kellys Knob gegangen. Das ist ein ganz bekannter Aussichtspunkt um den Sonnenuntergang anzuschauen. Das war wirklich toll, auch wenn wir den Sonnenuntergang halb verpasst haben, weil wir zu spät waren. Später hat er mir noch eine Flasche Wein geschenkt, da ich noch kein Geld verdiene. Die schleppe ich immer noch mit mir rum.
Am Montag haben wir dann eine Wanderung zum Mirima Nationalpark unternommen und haben uns dabei erst einmal gründlich verlaufen. Wir sind eine Stunde in die falsche Richtung gelaufen und so hatte ich zu wenig Wasser mit, da ich nur für eine Stunde geplant hatte. Auf der Straße habe ich 2 weitere Kängurus gesehen, leider auch tot. Doch als wir endlich im Nationalpark angekommen sind, habe ich tatsächlich mein erstes wildlebendes Känguru durch den Busch hüpfen sehen. Das war wirklich toll. Im Nationalpark haben wir dann einige Walks gemacht die sehr schön waren. Ihr könnt euch die als Mini Bungle Bungles vorstellen, es sah exakt genauso aus, nur kleiner.
Am Dienstag hat Arni sich dann leider einen ziemlich miesen Scherz erlaubt. Er kam zu mir und meinte er hat eine Überraschung und ich solle doch mit raus kommen. Draußen hat er dann die ganzen Hunde angelockt die alle auf mich zugestürmt kamen. Ich bin so schnell ich konnte wieder zurückgerannt. Nach diesem Schock war ich wirklich komplett hinüber und es ging gar nichts mehr. Er hat sich zwar entschuldigt, aber es war eine so schlimme Situation für mich, das ich das nicht so einfach verzeihen konnte. Der Zeitpunkt kam erst, als ich Donnerstag Abend das Busticket gebucht habe. Ab diesem Moment wurde für mich alles leichter und ich wollte nicht im Bösen mit ihm auseinandergehen. Da ich Abstand von der Situation und allem bekommen würde, konnte ich die ganze Sache in den Hintergrund drängen. So habe ich dann am Freitag mit Arni noch einen supertollen Tag verbracht. Früh waren wir Smoothie trinken und bei der extremen Wärme hat das supergut getan. Danach sind wir zum Kangaroos Haven gefahren. Eine Tierauffangstation etwas außerhalb vom Ort. Eigentlich muss man sich vorher anmelden und als wir ankamen, waren die Besitzer natürlich prompt im Urlaub. Aber ein anderer Deutscher hat solange das Haus gehütet und meinte er kann uns ebenfalls herumführen. Am Anfang durfte ich ein kleines 3 Monate altes Baby Red Kangaroo mit der Flasche füttern. Das war so unglaublich niedlich und ich habe gemerkt wie gut mir die Nähe eines Tieres getan hat. Ich mag die Bilder die dort entstanden sind total, da ich einfach glücklich war und mich nicht verstellen musste. Auf allen anderen Bildern wirke ich angespannt und zurückgezogen, aber hier war ich vollkommen gelöst.
Danach hat er uns herumgeführt und alle Kängurus gezeigt, viele wurden verletzt am Straßenrand aufgegriffen und wieder hochgepäppelt. Ebenfalls befinden sich auf der Farm noch einige Vögel, wo Emus dazugehören. Ich fande die Station total toll, da wirklich auf das Wohl der Tiere geachtet wurde und alles mit soviel Herz gehandhabt wurde. Es war das Beste Erlebnis dieser Woche und ich bin froh da gewesen zu sein.Und Kängurus sind einfach nur unglaublich niedlich.
Danach sind wir noch zu einem Fluss gefahren wo er immer angeln war. Dort sind wir eine Weile am Fluss entlang gelaufen, dann aber umgekehrt weil ich zu große Angst vor Krokodilen bekommen habe.
Am Abend hat er mich netterweise noch zum Bus gefahren. Mit über 20kg Gepäck wäre ich fast umgefallen. Ich war sehr dankbar den Tag so erleben zu dürfen. Es war ein wundervoller Abschluss in Kununurra.
Liebe Grüße, Elli
bisschen dämlich sehen sie ja schon aus:D
mein Lieblingsbild, das Kängruru ist zwar fotogener als ich, aber ich weiß wie glücklich ich in dem Moment war und deswegen hat es eine superschöne Bedeutung für mich.

Die Aboriginals

Jetzt bin ich also schon seit über einer Woche in Kununurra und sitze hier meine Zeit ab. Die Stadt an sich hat wirklich gar nichts zu bieten und so zwinge ich mich nur mal zum einkaufen vor die Tür. Ich fühle mich hier nicht besonders wohl, da es viele freilaufende Hunde gibt die vor dem Hostel herumstreunen. Nach dem Sonnenuntergang gegen halb 6  kann ich hier auch nicht mehr alleine herumlaufen, da es dann wegen der Aboriginals zu gefährlich ist. Am Anfang habe ich ja noch gedacht, dass es schade ist, warum zwischen den beiden Kulturen so eine große Grenze gezogen wird. Diese Einstellung hat sich auch nicht geändert, nur ist mir klar geworden, das dies nicht so einfach ist, wie man sich das vielleicht vorstellt. Aufgrund dessen, das den Aboriginals damals bei der Siedlung der Europäer das Land genommen wurde, bekommen sie heute alles vom Staat bezahlt. Sie müssen nicht arbeiten gehen sondern bekommen vergleichsweise sowas wie Hartz IV. Als ich das erfahren habe war ich etwas geschockt, da ich nicht verstehen kann, wie man wegen uralter Konflikte, für die heute keiner etwas kann so einen Trostpreis vergibt. Das Geld nutzen die Erwachsenen nur um sich Alkohol zu kaufen. Anschließend torkeln sie durch die Straßen oder sitzen zuhause rum und sind nicht mehr fähig auf ihre Kinder aufzupassen. Und die sind hier in Kununurra ein richtiges Problem. Sie finden sich zu kleinen Banden zusammen und ziehen durch die Straßen. Dazu muss man anmerken, dass sie keinerlei Respekt vor Frauen haben. Tagsüber stellt das ganze kein Problem dar. Ich bin bis jetzt immer in Ruhe gelassen worden. Aber sowie man abends unterwegs ist, verwandeln sie sich zu kleinen Monstern. Aus Erzählungen von anderen habe ich da schon einige schlimme Geschichten gehört. Einmal sind 3, schon relativ große Mädels aus unserem Hostel nachts durch die Straßen gelaufen, als eine Gruppe 8-13 jähriger kam und die ausrauben wollten. Die haben die Mädels dann zu Boden getreten und ziemlich verletzt. Wenn man bedenkt wie klein die sind, ist das schon heftig. Oder einmal, hat Arni mir erzählt ist er mit anderen zum einkaufen, das eine Mädel hat im Auto gewartet und er hat zugeschlossen von außen. Die Fenster waren eben dummerweise nur alle offen und so kam wieder eine Gruppe Kinder, die sie beleidigt haben und dann angefangen haben Papierbälle anzuzünden und in das Auto schmeißen wollten. Glücklicherweise kamen die anderen da gerade wieder aus dem Laden raus und konnten schlimmers verhindern, aber all diese Tatsachen machen es einem nicht gerade leicht sich hier wohlzufühlen. Gestern war ich in der Commonwealth Bank, da mussten die Bearbeiter dann die Aboriginals rausschmeißen weil die sich untereinander angefangen haben zu prügeln und weil sie nicht gehört haben, manuell die Tür verriegeln. Es sind hier also wirklich keine optimalen Bedinungen zu leben und mein Hostel liegt leider sehr abgelegen von allem. Ich weiß noch nicht genau wo die Reise jetzt hinführen wird, aber ich hoffe das sich alles regelt.
Liebe Grüße,Elli

Zwischenstopp in Kununurra

Die gesamte letzte Woche habe ich in Kununurra verbracht. Als ich hier letzten Donnerstag angekommen bin, habe ich gleich gefragt ob eventuell Arbeit vorhanden ist, und Craig, der Typ an der Rezeption meinte, hier wohnt einer im Hostel der noch jemanden zum Mango Verpacken sucht. Also habe ich bis Abends gewartet und dann mit dem Supervisor gesprochen. Das war allerdings schwierig, da er aus Asien ist und sein Englisch deshalb wirklich hundsmiserabel. Ich habe so Schwierigkeiten ihn zu verstehen. Er meinte ich könne Montag anfangen, da ich allerdings nicht so lange warten wollte habe ich gefragt ob es nicht schon eher geht. Nach kurzem Zögern teilte er mir dann mit, dass es Samstag wohl auch schon gehen würde. Zum Lohn und dem ganzen Ablauf konnte er mir allerdings nicht viel verraten. Nur, dass ich wohl 17$ die Stunde bekommen würde. Das ist hier nichtmal der Mindestlohn(22,80$). Viele aus dem Hostel haben mir gesagt, ich soll die Arbeit nicht machen und irgendeine andere meinte, es wäre Schwarzarbeit. ich weiß nicht woher sie diese Infos haben, aber dies alles hat mich sehr verwirrt. Von zuhause kamen Zurufe,das ich mich doch freuen soll endlich Arbeit zu haben, aber ich konnte mich nicht richtig freuen, weil ich mir schon denken konnte, das wieder irgendetwas schief läuft. Wäre ja zu schön wenn einmal was glatt gehen könnte, aber das Kapitel kann man bei mir komplett durchstreichen. Freitag Abend kam Tony dann an und meinte,dass ich morgen nicht arbeiten kann, an den Grund kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Also war ich demnach erstmal wieder niedergeschlagen, da ich jetzt noch einen Tag hiersaß und nichts machen konnte. Also hoffte ich einfach auf den nächsten Tag. Hier kam er aber auch wieder und meinte, ich könne nicht arbeiten. Das musste ich dann wieder so hinnehmen. Er meinte irgendeine Maschine wäre kaputt gegangen und er versicherte mir, das innerhalb eines Tages zu reparieren, sodass ich Montag anfangen kann. Ich war langsam schon etwas angepisst und habe gefragt wie lange das denn jetzt noch so weitergehen soll. Er meinte aber, alles kein Problem, innerhalb eines Tages ist das geregelt. Ich habe ihn dann gefragt ob er versprechen kann, das es Montag endlich losgeht unnd er bejahte es mir. Ich habe am nächsten Tag schon auf seinen Besuch gewartet. Diesmal eröffnete er mir am Abend, dass es eine Woche braucht um eine neue Maschine zu bestellen und ich also noch auf den nächsten Montag warten muss. Äußerst widerwillig nahm ich das dann in Kauf und tat nichts weiter als warten. Am Dienstag war ich dann auf der Farm, da wir eine kurze Einweisung ins Packing erhalten sollten. In meiner Gruppe sind 10-15 Leute aus Malaysia die vermutlich alle zum schwarzarbeiten hier sind und eine Japanerin mit einem Working Holiday Visa. So warteten wir in der wirklich überhitzten Halle auf den Manager.  Dieser führte uns dann herum und erklärte und unsere Aufgaben. An den ganzen Maschinen kann man sich schon ganz ordentlich verletzen ist mir aufgefallen. Der Manager meinte dann, wir könnten vermutlich nächste Woche Mittwoch anfangen. Also noch  1 1/2 Wochen warten. Darüber war ich nicht gerade begeistert. Dann habe ich versucht heruaszufinden wie das mit den Steuern jetzt abläuft. Hier bekam ich aber auch nur ein mhh..naja und vielleicht zu hören. Es wusste keiner genau. Ziemlich gefrustet habe ich dann den Rest der Woche im Hostel verbracht, bis ich beschlossen habe, spontan ein Busticket nach Broome zu kaufen. Ich musste hier einfach weg. Der Ort hat mich total kaputt gemacht. Ich wurde von Tag zu Tag immer unglücklicher, hatte panische Angst, da so viele Hunde frei herumlaufen und auch ins Hostel gerannt kommen, ich nicht so wirklich Anschluss hatte. Dazu kam das ganze Arbeitsproblem und das die Stadt einfach nichts zu bieten hat..Ich saß also den ganzen Tag im Hostel alleine rum und hatte nichts zu tun. Ich lag jeden Tag bis nachmittags um 2 im Bett und habe stundenlang nur die Decke angestarrt und gehofft, das der Tag bald vorrüber ist. Ich habe dort wirklich sehr gelitten und mir gings total dreckig. So bin ich letzten Freitag in den Bus nach Broome gestiegen und befinde mich jetzt schon seit 4 Tagen hier. Das Hostel ist sehr schön und allgemein fühle ich mich wesentlich wohler hier. Doch dazu mehr in einem anderen Post.
Liebe Grüße, Elli

2017-10-02

Der erste Roadtrip

Heute vor einer Woche war es endlich soweit,mein erster Roadtrip startete und ich war einerseits richtig froh endlich aus Darwin rauszukommen, aber andererseits blickte ich dem ganzen auch mit gemischten Gefühlen entgegen. Schaffe ich das mit dem Heimweh, wenn ich kein Netz habe? Wie würden wir uns untereinander verstehen? Schließlich ist es nicht das selbstverständlichste der Welt, einfach mit wildfremden Menschen zusammen "Urlaub" zu machen. Man kennt nicht die Gewohnheiten und Eigenarten der Anderen oder deren Art zu reisen. Das einzige worauf man sich verlassen kann, ist sein Bauchgefühl. Und trotz dessen, dass ich die beiden nur mal kurz gesehen habe, war ich mir sicher, das die Sache gut funktionieren würde.
Also ging es Samstag Mittag, nachdem endlich alles im 4WD( Allrad) verstaut war los. Zuallererst machten wir einen Stop bei Woolworths um alle nötigen Lebensmittel für die nächsten Tage zu holen. Schon hier merkte ich, das ich nicht so ganz einer Meinung mit den anderen war. Sie haben zwar am Anfang gesagt wir kaufen günstig ein, aber am Ende war 90% des Einkaufes teures Gemüse und Obst. Zum Vergleich für euch: für eine Paprika bezahlt man hier 7$, Champignons das kg 13$. Ich war also nicht sehr begeistert als dann am Ende über 50$ auf der Rechnung stand, das ganze sollte für 2 Tage reichen.. Wenn ich hier alleine einkaufen gehe, ist mein Wocheneinkauf bei knapp 30$. Aber anscheinend legten die Beiden sehr viel Wert auf gesunde Ernährung und so wurde eben dann auch 2 mal am Tag gekocht. Das hätte für mich auch nicht unbedingt sein müssen. Es wäre billiger, wenn es für tagsüber einfach Brote gegeben hätte. Am Ende der Reise haben mir ehrlich gesagt die ungesunden Sachen etwas gefehlt. Ich bin doch kein Karnickel.
Nachdem dieses erledigt war und ich mich blöderweise dem Willen der anderen beugen musste, wurde noch getankt und es folgten ca. 2 Stunden Fahrt bis zu den Edith Falls, die kurz vor Katherine liegen. Dort angekommen war es dann schon gegen 4 und es gab den ersten Salat. Danach war es aufgrund der Wärme entgültig Zeit ins Wasser zu springen. Da ich allerdings meine ganzen Wertsachen mit mir rumschleppte und die anderen sich darüber gar keinen Kopf machten, war ich also gezwungen erst ein paar Fotos zu machen und dann zurück zum Auto zu laufen um alle Sachen dort einzuschließen und zu hoffen, das keiner das Auto aufbricht. Das hat mich etwas genervt, da die beiden für sowas kein Verständnis hatten und sich währenddessen im Wasser vergnügt haben. Als ich es dann auch endlich ins Wasser geschafft habe, war der Ärger vergessen, da es so angenehm erfrischend und kühl war. Auch in diesem See bin ich mit etwas Unbehagen geschwommen, da auch hier während der Wet Season Krokos herkommen. Die Edith Falls an sich haben mich etwas an die Wangi Falls aus dem Litchfield erinnert. Hier war ebenfalls ein großer See vorhanden und ringsherum hohe und imposante, etwas orange leuchtende Felsen und ringsherum Schilf und Grün. Es war superschön hier zu etnspannen und die langsam kommende Abendsonne ließ alles in einem besonderen Licht scheinen.
Nach einer Weile machten wir uns auf zu unserem Zeltplatz. Dieser befand sich direkt am Highway und war mehr eine freie Stellfläche auf rotem Sand. Hier schlugen wir unser Lager für die erste Nacht auf und ließen den Abend  mit einem Lagerfeuer ausklingen. Während wir gekocht haben, offenbarte sich über uns ein immer klarer werdender Sternenhimmel  der einfach unglaublich beeindruckend war. Ich habe die Milchstraße noch nirgends so klar und deutlich gesehen wie hier. Später am Abend habe ich sogar noch einige Sternschnuppen beobachten können. Verbunden mit dem Geruch des Feuers, welches einen wärmte und die Silouetten der umliegenden Bäume, erschuf dies ein richtiges Abenteuer Feeling und ich bin so dankbar den Abend so erlebt zu haben. Er wird mir immer als ganz besonders in Erinnerung bleiben. Es war so eine entspannte Atmosphäre und ich habe mich zum ersten Mal in Australien  frei und unbeschwert gefühlt.
Übernachtet habe ich in Christophs Roof Top Zelt, das ist quasi ein Zelt welches auf dem Autodach aufgebaut wird. Durch dasd Moskitonetz konnte ich in dieser Nacht den Sternenhimmmel noch weiter beobachten.

die Edith Falls
der erste Zeltplatz
den Sonnenuntergang konnten wir direkt vom Zelt beobachten

Am nächsten Morgen ging es zeitig los, schon gegen 6 wurde zusammen mit dem Sonnenaufgang gefrühstückt. Danach musste ich in einer lächerliche Pfütze Wasser das Geschirr "abwaschen" und Adi hat das ganze dann abgetrocknet, das hat allerdings den Abwasch Effekt zunichte gemacht, weil das Handtuch wirklich jenseits von Gut und Böse war. Eigentlich sollte es weiß aussehen. Was noch übrig war, war ein abgeranzter Fetzen, der überall schwarz und braun war. Ich habe mich so geekelt. Meine Laune wurde noch weiter heruntergerissen, als die Beiden mir offenbarten, das sie in den 2 Wochen bis Broome nicht vorhaben eine Dusche aufzusuchen. Ihr müsst euch vorstellen wie sehr man hier bei 38 Grad und einer hohen Luftfeuchte schwitzt. Noch dazu ist hier einfach nur so unfassbar viel Staub, dass man sobald man auch nur ein paar Schritte läuft, von oben bis unten schmutzig ist. Dies konnte ich noch am selben Tag feststellen. Zuerst machten wir uns allerdings auf in die Tourist Info von Katherine, um nach geeigneten Wanderwegen im Victoria River zu fragen. Auf dem Platz davor gab es eine echt wirklich komische Toilette. Man kam rein und auf einmal hat das Klo mit einem gesprochen und einem Anweisungen gegeben. Papa wäre unter Lachtränen wieder rausgekommen. Nebenbei hat sie dann zur Untermalung laute, französisch klingende Musik erklingen lassen. Und Klopapier konnte man auch nur per Konpfdruck anforden. Ich vermute ja, da hatte jemand zu viel Langeweile.
Nachdem wir da ziemlich lachen mussten, lagen 3h Fahrt vor uns und eine anschließende Wanderung in der schönsten Mittagshitze. Man unterschätzt hier echt, wie viel Wasser man braucht. Ich hab zwar immer genug mit, ich weiß ja das ich trinke wie ein Kamel, aber ich war schon verblüfft, wie schnell das Wasser dann doch weggeht. Die Wanderung führte uns durch ein sehr schönes Tal. Links und rechts streckten sich hohe Felsen empor,die beeidruckend orange pigmentiert waren. Wir mussten erst einen Pfad nach oben erklimmen um direkt unter den Felsen langlaufen zu können, das war eine ganz schöne Kletterpartie, da wir immer wieder über Felsbrocken klettern mussten. An den Felswänden konnten wir einige uralte Aborigine Malereien bestaunen. Man wusste gar nicht, wo man zuerst hinschauen sollte. So eine wilde Landschaft habe ich davor noch nicht erlebt und ich habe das Gefühl, mit jedem weiteren Tag entdecke ich schönere und faszinierendere Dinge als zuvor. Man hatte hier einen genialen Blick über das Tal, überall roter Stein, ganz viele Palmen die im Wind geraschelt haben und sich angehört haben, wie leichter Regen an der Fensterscheibe. Zwischen den Felsen bildete all das Grün eine Brücke zwischen allem. Die Wanderung war wirklich sehr toll gewesen und als wir wieder am Auto ankamen bemerkte ich wie Dreckverschmiert ich überall war. Wir fuhren eine Stunde weiter bis Timber Creek wo wir an einem schönen Fluss Mittag machten. Hier habe ich nochmal das Ganze mit der Dusche angesprochen, da ich wirklich sowas von staubig war und diese dringend gebraucht hätte,aber das einzige was ich als Reaktion bekam war eine Verneinung und relativ verständnislose Blicke. Ich habe mich wirklich einfach nur schrecklich gefühlt. Man hatte überall Staub und dadurch, dass man so geschwitzt hatte, verlief das ganze und hinterließ unschöne Muster an den Beinen. Ich war wirklich fassungslos, wie die beiden das Thema Hygiene so vollkommen unter den Tisch fallen ließen. Sie hatten die Wanderung übrigens in Flip Flops gemacht und die dreckigen Füße wollt ihr nicht gesehen haben..Das war richtig eklig, da sich das noch das halbe Bein hochzog. Hier war auch das letzte Mal, dass ich Netz hatte und mich bei Marius melden konnte, ich weiß noch wie verzweifelt ich war, dass die beiden so dreckig sind. Nach einer weiteren Stunde Fahrt kamen wir an unserem nächsten Zeltplatz an und ich sage euch, jetzt war ich richtig pissig. Heute Nacht sollten wir noch näher am Highway schlafen. Stellt euch das ganze wie einen Autobahnparkplatz vor, eine einfache asphaltierte Fläche in der prallen Sonne, wo zu lauter Überfluss auch noch Müll herumlag. Es war wirklich kein Ort zum Wohlfühlen und während Christoph dann draußen fröhlich pfeifend angefangen hat alles aufzubauen, saßen Adi und ich genervt im Auto und haben versucht ihn überzeugen weiterzufahren. Es war erst halb 5 und keiner von uns beiden wollte hier bleiben. Also suchten wir einen Zeltplatz, der ca. 30km entfernt lag. Dummerweise war dieser hinter der Grenze zu Western Australia. In Australien herrschen ziemlich strenge Quarantäne Bedingungen. Wir durften also keine frischen Lebensmittel einführen. So begannen wir also alles was wir noch hatten einzukochen. Und da die Beiden ja unbedingt so viel Frisches kaufen mussten, stellte uns das vor eine ganz schöne Herausforderung. Wir hatten noch Möhren, Tomaten, Blattspinat, Salat, Kartoffeln, Äpfel, Bananen und Mandarinen. Wir haben da eine Stunde lang gekämpft und am Ende keine Zeit, noch einen ganzen Sack Kartoffeln abzukochen. Also wurden diese versteckt. An der Grenze sind wir die dann allerdings losgeworden, da Adi sie ihm gezeigt hat. Es war so schade um die Lebensmittel und ich habe mich ziemlich geärgert, warum wir das ganze nicht bedachter angegangen haben. Es wäre einfacher gewesen, wenn Christoph uns mal einen Plan gegeben hätte, was er alles so sehen will. Immer wenn wir wissen wollten was jetzt so ansteht, haben wir keine klare Antwort bekommen. Nachdem Adi das ganze dann am Abend mal angesprochen hat, wurde es aber besser.
Es wäre jedoch zu einfach, ohne weitere Probleme zum besagten Zeltplatz zu fahren. Nachdem wir die Grenze zu Western Australia passiert hatten, war es erstmal 1 1/2h früher. Das hat sich so lustig angefühlt, mit einem Schritt ändert sich die komplette Zeit. Jetzt habe ich in 3 Wochen also schon alle 3 Zeitzonen von Australien mitgenommen. Dabei gefällt mir diese am Besten, da es nur 6h bis nach Hause sind. Als wir ein Stück weitergefahren sind, hat sich die Landschaft schlagartig verändert. Die Felsen, die im Northern Territory einen orangenen Schimmer hatten, wirkten jetzt komplett orange und noch viel imposanter und gleichzeitig auch weicher und nicht so scharfkantig. Im Licht der untergehenden Sonne ein wunderschöner Moment. Bis ds Auto abkratzte. Wie aus dem Nichts gabb es auf einmal komische Geräusche und da stand es. Einsam und verlassen, vor Einbruch der Dunkelheit und in den nächsten Kilometern schon seit Wochen tobende Buschfeuer. Keine beruhigende Vorstellung und ich habe mir ziemlich Gedanken gemacht, was wir jetzt machen. Am meisten Angst hatte ich, das die Buschfeuer sich ausbreiten und wir nicht wegkommen falls etwas passiert. Den anderen Beiden war das jedoch vollkommen egal. Die haben nur ihre Witze gemacht..Da wir kein Netz hatten, konnten wir auch niemanden anrufen. Das einzige was tröstlich war, dass wir an der Straße zum Lake Argyle waren, die am nächsten Morgen einige Leute besuchen sollten. Irgendwann ist Christoph eingefallen, dass das Benzin alle sein könnte, da wir ja heute schon knapp 600km gefahren sind. Es war wirklich die letzte Hoffnung. Und so fülllten wir die 2 Vorratskanister auf und das Auto startete. Jetzt war es schon fast dunkel und wir fuhren der Nacht in einer schönen Stimmung entgegen. Was mich allerdings beunruhigte war, dass ich über den Zeltplatz gelesen hatte, dass im Fluss daneben Krokodile schwimmen. Als wir ankamen war es dunkel und ich hatte keine Möglichkeit einen Überblick zu gewinnen ob sich irgendwas versteckt hält oder nicht. An sich war der Platz in schöner Umgebung, jedoch fühlte ich mich einfach nicht sicher. Da machten sich die anderen wieder keine Platte drüber^^ Als wir gerade Abendbrot machten sah ich eine Kröte und zeigte sie den anderen. Da fragte Adi nach einem Stein und ich dachte, sie braucht den um ihr Zelt zu befestigen. Hätte sie mal lieber, anstattdessen warf sie direkt neben mir den Stein auf die Kröte. Ich habe so aufgeschrien. Ich konnte wirklich nicht mehr. Das war so ein schrecklicher Anblick und mir hat es fast das Herz zerissen, in dem Wissen, dass das arme Tier jetzt noch ewig weiter leidet, da sie nicht richtig getroffen hat. Man hat es im Dunkeln nur noch manchmal  entkräftet Rascheln gehört und das hat mich so traurig gemacht. Sie meinte, dass die Tiere eine Plage aus Amerika sind und hier in Australien sämtliche Population kaputt machen. Die können richtig groß werden und zerstören andere Frösche, Kröten und sogar Vögel. Die Regierung hat schon viele Maßnahmen übernommen diese Plage einzudämmen, es aber nicht so recht geschafft. Trotz dessen, das sie schädlich sind, fand ich es die falsche Maßnahme, mit einem Stein zu werfen. Wenn ich hier in den Wald gehe, werfe ich ja auch nicht mit Steinen nach schwarzen Eichhörnchen, nur weil sie die Roten verdrängen..
unser Ausblick von der Mittagspause
wenn der Highway so leer ist, das man von der Mitte in Ruhe Bilder machen kann
der Moment wenn das Benzin alle ist..wir haben das Auto von der Straße geschoben.
Sonnenaufgang am Krokodilsfluss
Ich bin also ziemlich deprimiert ins Bett gegangen. Am nächsten Morgen war ich dementsprechend fertig und wegen allem was gestern so los war, nicht gut auf die anderen zu sprechen. Wir haben einfach zu unterschiedliche Ansichten die ganz und gar nicht miteinander harmonieren. Ein kleines bisschen fröhlicher stimmte mich, das wir heute endlich zum Lake Argyle fahren würden. Christoph hatte sich ein besonderes Lookout ausgesucht, welchen man nur mit 4WD befahren konnte. Die Strecke bis dahin war wirklich toll. Ich habe zum ersten Mal bei Tageslicht gesehen, wie wundervoll die ganzen roten Felsen ringsherum sind. Irgendwann sind wir auf die Offroad Piste gefahren. Die war schon echt spektakulär, da man über ziemliche Steine drüber fahren musste. Der Ausblick oben war dann auch der schönste, den ich vom Lake Argyle bekommen sollte. Es war wahnsinnig schön. Die rauen Felsen, die den See umrahmten und daneben seichte Hügel, die mit dem saftigsten Grün so zart und gleichzeitig dicht überwachsen waren, wie ich es noch nie gesehen habe.
Danach haben wir uns auf gemacht zum Zeltplatz am Lake, von dem unsere Wanderung anfing. Diesmal konnten wir schon gegen halb 9 starten und wurden von der Mittagshitze verschont. Auch wenn es früh schon fast nicht auszuhalten ist, war es doch angenehmer, da um den See eine frische Brise Wind wehte. Ich war als wir losgelaufen sind wieder genervt, da die anderen nicht bis ins Zentrum des Sees fahren wollten, wo es auch noch schöne Wege gibt. Da musste man aber 10$ bezahlen. Ehrlich gesagt wäre es mir das schon wert gewesen. Noch genervter war ich, als dann die ersten 15min des Weges total schrecklich waren und überhaupt nicht schön. Zum Glück wurde es, als wir über die Kuppe gekommen sind schöner. Es war so unfassbar toll dort. Wir sind direkt am See lang, zwischen grünem Grasbüscheln und rot leuchtenden Felsen, vor uns immer der See und dahinter wieder bizarre Felsformationen. Die Wanderung hatte sich dann wirklich gelohnt und als wir nach 2h wieder am Auto gelandet waren, hatten wir wundervolle Eindrücke im Gepäck. Ich wäre ja dafür gewesen, auf dem Zeltplatz am Lake zu bleiben. Man hätte 35$ bezahlen müssen pro Person, aber die hatten einen wirklich schönen Pool dort mit eiskaltem Wasser. Von dort hatte man einen direkten Blick auf den See. Es war ein Traum in Tüten. Wir sind nur mal kurz reingesprungen ohne was zu bezahlen, aber dadurch konnte man es eben nicht richtig genießen und ich war richtig schlecht gelaunt. Von mir aus wäre es auch ok gewesen, wenn wir den Nachmittag dort verbracht hätten und eben mal 10$ für den Pool bezahlt  und abends wieder auf einen freien Zeltplatz gefahren wären.  Aber die anderen wollten das Geld nicht bezahlen, und so sind wir weiter gefahren und saßen 3 Stunden in einer oberdämlichen Picnic Area die so gar nicht schön war. Weil wir früh nicht abgewaschen haben, hat Adi dann dort erstmal angefangen, das ganze Geschirr unter dem Rasensprengler abzuwaschen. Ich bin nicht mehr geworden als ich das gesehen habe. Sie hat es auch nur notdürtig saubergemacht und als es dann auf dem Tisch stand, haben noch sämtliche Reste drangeklebt. Ich habe mich dann eine Weile rumgestritten, dass das keine Zustände sind und dass sie nicht wissen ob das Wasser verseucht ist. Da wurde aber alles wieder nur genervt abgetan was ich gesagt habe. Es hat mich so angekotzt. Nach dem Mittagessen ging es direkt weiter, Adi wollte das Geschirr  nicht mit unserem vorhandenen Trinkwasser spülen, sondern ist damit geradewegs aufs Klo zumarschiert, was man sich vorstellen muss wie auf einer Autobahnraststätte. Ich bin zuvor hingelaufen um zu schauen, ob es Trinkwasser ist. Aber überall stand in wirklichen großen und überdimensionalen Schildern, dass das "No Drinking Water" ist. Also habe ich ihnen das gesagt, das wir unser Geschirr da nicht spülen können, aber das wurde wie ich es gewohnt bin wiedereinmal ignoriert. Also bin ich ihr mürrisch gefolgt und musste mit anschauen, wie sie unser ganzes Geschirr in das Waschbecken und auf den Boden des Klos gelegt hat. Es gab dort nichtmal Seife... Ich war einfach nur angewidert. Da sind so viele Bakterien, dass man sie gar nicht mehr zählen kann.. In dem Waschbecken wo wirklich jeder seine Hände spült, das Geschirr zu legen finde ich dermaßen daneben. Ich war wirklich kurz vorm Ausrasten und sowas von auf 180. Aber ich konnte nichts sagen, weil ich dann wieder als die Blöde hingestellt werden würde. Und dann saßen wir noch 2 weitere Stunden sinnlos in der Area rum und ich war die ganze Zeit in Gedanken bei dem See. Ich hätte so gerne in dem Pool relaxt und alles genossen. Stattdessen hatte ich den Ausblick auf eine Staumauer.. Ich hatte ja auch gestern gefragt, ob wir mal irgendwo anhalten können, das ich Wäsche waschen kann. Das war natürlich wieder nicht möglich.. Also habe ich dann das nötigste in dem besagten Waschbecken gewaschen und zum Trocknen auf die Steine gelegt. Kurz bevor wir gehen wollten, waren meine Sachen von einem kompletten Ameisenschwarm belegt. Wahrscheinlich hat das Waschmittel die angezogen. Ich habe Ewigkeiten damit gekämpft und war mit den Nerven jetzt wirklich total runter. Ich habe die einfach nicht losbekommen, immer sind welche an mir langgekrabbelt und die anderen haben Stress gemacht weil sie loswollten. Ich bin also mit allem wieder zum Waschbecken gerannt. Aber selbst Wasser hat die Biester nicht tot bekommmen. Ich war so verzweifelt und habe dann draußen begonnen, die alle einzeln wegzuschnipsen. Während dessen hatten die anderen nichts besseres zu tun, als mehrmals genervt nach mir zu rufen, das ich mich beeilen soll weil sie wegwollen. Adi kam dann mal kurz hinter und meinte nur ich soll das alles mit ins Auto nehmen, da die nach einer Weile wieder verschwinden. Ich frag mich was die für Vorstellungen hatte.. Ich lass doch keine Horde Ameisen im Auto los. Über so viel Dummheit und Unverständnis kann ich nur den Kopf schütteln. Jedenfalls hatten die dann sinnloserweise beschlossen, das wir heute Nacht nicht am Lake bleiben, sondern bis nach Kununurra fahren zum einkaufen und tanken und uns dann auf halben Weg machen zum Purnuluru National Park. Als wir losgefahren sind, habe ich diese tolle Landschaft an mir vorbeiziehen sehen, und in der langsam aufkommenden Abendsonne wirkte alles noch viel toller und umso trauriger war ich dann, das ich dies nicht genießen durfte. In Kununurra angekommen, habe ich die ersten Hilferufe nach Daheim abgesendet und sofort die Anweisung bekommen, nicht weiter mitzufahren. Christoph hatte beschlossen das Wasser an der Tankstelle aufzufüllen, da stand draußen eine Anlage wo "Water and air" draufstand. Also zum Auto waschen und Luftdruck aufpumpen..Der nächste Streit. Ich habe dann drinnen nachgefragt, ob das Trinkwasser ist und die meinten ja. Aber ich war trotzdem skeptisch und habe es auch nicht getrunken. Ich habe mich dann aber entschieden doch weiter mitzufahren, da ich den Nationalpark unbedingt noch mit anschauen wollte. Ich wusste ja, wenn es nicht läuft, dann bin ich übermorgen wieder in Kununurra und kann mich endlich absetzen und meinen eigenen Weg gehen. Also sind wir dann noch 1 1/2h gefahren und haben neben einem Roadhouse, wo auch noch andere Camper waren gezeltet. Ich war sowieso total down und dann lief um unser Auto ständig ein schwarzer Hund vom Zeltplatz herum und ich konnte einfach nicht aussteigen. Die anderen waren total genervt von mir und haben das ganze so gar nicht verstanden. Adi hat mir irgendwann nur mein Essen is Auto geklatscht und das wars. Ich habe mich gefühlt wie ein armes eingepferchtes Kätzchen im Tierheim. Meine Dusche fiel dann auch aus, weil ich nicht aus dem Auto kam. Lediglich als ich schlafen gehen wollte, bin ich fix rausgerannt und die Leiter hochgeklettert. Am nächsten Morgen sind wir dann wieder gegen halb 6 aufgestanden. Bis alles hingeräumt war fürs Frühstück war es dann gegen 6 und ich habe gefragt wie der Plan aussieht, weil ich gerne noch duschen gehen will. Da waren beide wieder genervt von mir, wie ich denn auf solche Ideen kommen kann.. Adi meinte nur, wenn sie fertig sind fahren sie los. Schön, dass immer alles nur nach ihnen geht und ich nichts sagen darf. Also musste ich das Frühstück ausfallen lassen und bin duschen gegangen. Das hat allerdings eine Weile gedauert, da noch jemand in der Dusche war. Es hat aber so gut getan, auch wenn ich es leider nicht richtig genießen konnte, weil ich wusste das die anderen Stress machen. Für mich war es eine riesengroße Leistung, das ich aus dem Zelt raus bin, ums Auto rumgelaufen bin und meine ganzen Sachen gesucht habe und anschließend über den kompletten Platz gelaufen bin, in dem Wissen, das der Hund jeden Moment kommen könnte. Im Hintergrund habe ich die ganze Zeit einen ganz großen anderen freilaufenden gesehen und bin trotzdem los. Die anderen haben das nicht gesehen, aber mich hat es viel Kraft gekostet und es war wirklich ein Fortschritt für mich.
der schönste Ausblick auf den Lake Argyle
Es war so traumhaft
Nach dem Duschen habe ich mich dann auf den Rückweg gemacht und gesehen, das die anderen einstiegen um loszufahren. Also wartete ich. Als ich dann im Auto war, hat Christoph gefragt warum ich denn nicht vorgekommen bin und wie es mir bis jetzt so gefallen hat. Adi und er meinten dann auch, dass es zwischen uns einfach nicht läuft. Adi sagte, dass egal was sie machen, für mich immer ein Problem bestände und Christoph ergänzte dann, dass sie mir heute eine letzte Chance geben und mich anderernfalls morgen im Hostel absetzen würden. Ja, klare Ansage, aber abgesehen davon hatte ich eh schon denselben Plan gefasst und es hat sich in der nächsten Zeit noch mehr deutlich gemacht, das es das Beste für alle wäre, wenn ich gehe. So haben wir unsere 3 stündige Fahrt in den Park fortgesetzt. Dieser ist nur per 4WD zu erreichen, da die letzte Stunde offroad zu passieren ist. Man musste durch verhältnismäßig tiefe Wasserlöcher fahren und überall lagen Steine. Mit einem normalen Auto hätte man nicht schneller als 10kmh fahren können. Wir konnten im Schnitt 50 fahren und schafften die 53km dann relativ zügig. Wir beschlossen am ersten Tag den Norden abzufahren und am Nächsten den Süden. Im Norden machten wir uns gegen 11 auf und begannen eine 4km Wanderung. Ich hatte so sehr mit der Hitze zu kämpfen und das Lauftempo der anderen war mir zu schnell. Noch dazu wurde der Weg nach 20min immer schwieriger und wir mussten in einem Flussbett mit lauter Steinen weiterlaufen. Diese waren aber nicht fest, sondern verhielten sich eher wie große Kiesel, sodass man einfach nicht vorankam und das Laufen schnell ermüdete. Als der Fluss dann endlich aufhörte( er füllt sich erst in der Regenzeit) mussten wir zwischen lauter Felsen herumklettern um in der Schlucht, in die wir mittlerweile gelangt waren voranzukommen. Die Landschaft war sehr beeindruckend, da uns hohe, orange leuchtende Steinwände umgaben die bestimmt 50m in den Himmel ragten. Dazwischen bahnten wir uns unseren Weg durch die Palmen und vereinzeltes Grün. Die anderen sind mir eindeutig zu schnell gelaufen und ich hätte hier und da echt eine Pause gebrauchen können. Konditionsmäßig war das Ganze kein Problem, aber 38 Grad machen mir dann richtig zu schaffen. Wer mich kennt weiß ja, wie ich bei Hitze immer zusammenklappe. Aber da ich ja nicht einfach Sitzen bleiben konnte habe ich mich weitergeschleppt und am Ende hat es sich wirklich gelohnt, da man einen Spitzenausblick durch die ganze Schlucht hatte und noch weiter, wo sich nur noch roter Stein seine Wege bahnte. Der perfekte Ort, um nach der langen Zeit einfach mal runterzufahren. Der Rückweg allerdings hat mich dann total erledigt. Genau um 12 wenn es am wärmsten ist, wahrscheinlich auch verständlich.  Meine Beine waren so butterweich und ich habe gedacht ich breche jeden Moment zusammen, einfach weil ich die Wärme nicht vertragen habe. Den Rest des Tages hatte ich dann auch ziemliche Kopfschmerzen trotz ausreichendem Sonnenschutz. Am Parkplatz angekommen haben wir erst einmal Mittag gemacht. Mal wieder Salat, das war bei der Wärme aber auch ganz angenehm. Also habe ich angefangen die Gurke zu schneiden und wollte das Endstück schon im Gebüsch versenken, als Adi mich übelst angeht, was ich mir denn dabei denke, wo das ganze Teil doch mit Pestiziden verseucht ist. Es war lediglich ein kleines Stück... Und das sagt mir diejenige, die während der Autofahrt ihre Mandarinenschalen und Apfelgripse aus dem Fenster schmeißt. Ersteres ist wohl deutlich schlechter abzubauen als ein Stück Gurke und an der Schale sind 100% die doppelte Anzahl an Pestiziden vorhanden.. Am nächsten Tag, als es wieder Salat gab, hatten wir wieder so eine Situation. Diesmal war ich dabei die Möhren zu schneiden. Diese sahen aber außen gar nicht mehr gut aus und waren nur schwarz, also wollte ich diese Dinge und den Strunk( wie auch schon bei der Gurke) wegschneiden, da kam von Adi wieder der nächste Anranzer wieso ich das denn mache, das könne man ja mitessen. Ihr wollt echt nicht wissen wie die Möhre aussah. Und wo es mir gerade wieder einfällt, zu der Auseinandersetzung mit dem Wasser, da hatten wir am Lake Argyle die Chance, alle unsere Vorräte an dem Zeltplatz, an dem wir geparkt hatten aufzufüllen. Ich habe das vorgeschlagen, aber das wurde von den anderen mit keiner Begeisterung zur Kenntnis genommen. Als ich Christoph dann fragte, wo er denn vorhat Wasser aufzutreiben, bekam ich keine klare Antwort und nur herumgedruckse..das war dann die Tankstellenaktion. Ich war also wirklich froh, den Entschluss gefasst zu haben, die Beiden morgen zu verlassen, auch nach den Vorkommnissen zwecks dem Essen.
Nach der beschriebenen Mittagspause am Dienstag, machten wir uns noch auf zu 2 weiteren Wanderungen. Ich war imme rnoch sehr erledigt und habe Christoph nur interessehalber gefragt, wie lang die Tour sei, um meine Kräfte besser einschätzen zu können. Aber da wurde anscheinend auch wieder so aufgefasst, als hätte ich keine Lust, also könne ich auch am Auto warten. Da ich wegen der Wärme echt fertig war, konnte ich eben nicht so schnell laufen wie die anderen, und kam erst 15min nach ihnen am Ziel an. Ich war sehr froh, dass die Wanderung mitten durch eine enge Schlucht führte. Es war sehr toll anzuschauen, in welchen Formationen sich das Gestein nach oben schlängelte und das allertollste, es war kühl und es gab Schatten. Langsam konnte ich mich etwas regenerieren und wanderte alleine für mich die Schlucht entlang. Nachdem wir dieses erledigt hatten und ich wie gewohnt viele Meter hinter den anderen hing, ging es noch 10min zu einem wirklich schönen Lookout. Man hat die roten Felsen überall zwischen dem Grün hervorschauen sehen und auf der anderen Seite hatte man eine unglaubliche Fernsicht über all die Bäume, die im Hintergrund an seichte Berge angrenzten. Am Auto angekommen fuhren wir weiter und schleppten uns noch einen weiteren Hügel zu einem anderen Lookout hinauf. Dieses war mit das schönste am Tag. Man war ganz oben und hatte die Berge auf einer Augenhöhe. Dazwischen das Tal und so unfassbar viel Grün. Überall waren so putzige grüne Grasbüschel, die sehen zwar ganz nett aus, aber sind in Wirklichkeit kleine Igel. Ich durfte mehrmals Bekanntschaft mit diesen Geschöpfen schließen, die mit ihren nadelspitzen Enden die ganze Haut aufpiksen. Wenn man sie allerdings aus der Entfernung betrachtet sehen sie einfach nur wunderschön aus. So ein sattes und kräftiges Grün habe ich noch nie gesehen und hier auch nicht vermutet. Es war ein schöner Abschluss des Tages und nach diesem machten wir uns auf zu unserem Zeltplatz. Der lag mitten im Nationalpark und überall waren kleine Buchten, wo man sein Zelt hinstellen konnte. Mir hat es gefallen. Allderings nur solange, bis Adi angefangen hat unser Geschirr unter einem kleinen Wasserhahn neben dem Klo zu waschen. Es stand groß und breit dran, dass man es abkochen soll bevor man es trinkt.  Ich habe noch protestiert, als sie das Vorhaben äußerte, aber ich wurde nur mit einem genervten " Elli...NO" zum Schweigen gebracht. Das fande ich nicht gerade nett von ihr und ich finde es schade, wenn man schon zusammen wegfährt, dass man dann nicht auf die Bedürfnisse der anderen achten kann, sondern immer nur das machen muss, was man selber will. Ich habe mich die ganze Zeit gefühlt, als hätte ich kein Mitspracherecht und alles was ich sage finden die anderen sowieso blöd. Ich war echt traurig über die ganzen Sachen die so passiert sind. Und so ging ich nach dem Abendessen schon halb 7 schlafen. Es gab Süßkartoffeln, im Laden hat Adi gefragt ob die ok sind und ich habe gesagt, ich würde lieber die normalen nehmen. Aber wie ich gerade schon gesagt habe, meine Meinung war überflüssig. Da hätte ich genauso mit der Wand reden können. Das ganze wäre ein angenehmeres Gespräch geworden als dieses..
An diesem Abend brauchte ich lange um einzuschlafen, da die anderen draußen sehr laut waren. Sie wussten, das ich schlafen will und dann muss man direkt neben dem Zelt in voller Lautstärke erzählen und lachen. Ihr glaubt nicht wie froh ich war, dass ich am nächsten Tag endlich meine Ruhe haben würde.
Vom letzten Tag kann ich glücklicherweise behaupten, dass er wohl der angenehmste und schönste während des ganzen Roadtrips war. Früh halb 7 verließen wir unser Camp, diesmal habe ich sogar Frühstück bekommen und wir machten uns auf, zum anderen Ende des Parks.  Dort war ich sehr erleichtert, dass Adi meinte sie will die Wanderungen alleine unternehmen, da wir uns nicht einigen konnten über die Reihenfolge der Walks. Ich war so happy endlich mal Abstand von den Beiden zu bekommen. Gegen halb 8 fing ich meinen Rundweg um die Dorms an. Hier kann man die typischen, runden Formationen der Bungle Bungles bestaunen. Als nächstes beschloss ich, mir den Picadilly Lookout anzuschauen, hier lief ich eine Weile und wurde mit einem Schattigen Sitzplatz und einem Ausblick auf viele weitere Formationen belohnt. Auch wenn es erst halb 9 war, hat die Wärme einen richtig fertig gemacht. Weil es erst so früh war, wollte ich versuchen die etwas längere Window Wanderung zu machen, diese sollte ca. 2h dauern mit 4km. Der Weg dahin war echt anstrengend, da ich nur in der Sonne laufen musste und wieder zu 90% durch sandige Gefilde und über Steine. Nach ca. 30min erreichte ich dann das Fenster und war milde gesagt etwas enttäuscht.Der anstrengende Weg war mir das ganze nicht wert gewesen. Man sah inmitten der Felsen ein größeres Loch. Das sah schon ganz schön aus, aber da es verboten war hochzuklettern und durchzuschauen, hat einem das nicht so viel gebracht. Also habe ich mich auf den Rückweg gemacht. Hier hat mich die Wärme wieder richtig fertig gemacht. Nach ca.45min, bin ich dann an der Abzweigung zur Cathedral Gorge angekommen. Mit der letzten Kraft schleppte ich mich die 500m bis vor. Wenn ich nicht so kaputt gewesen wäre, hätte ich den Weg gerne noch weiter genossen. Denn auch hier wurden mir imposante, rote Felsschluchten geboten, die am Ende wie in einer großen Höhle endeten, wo oben noch ein bisschen Tageslicht hereinschien. Der zweite tolle Ort für mich an diesem Tag, wo ich etwas runterkühlen konnte. Und so begab ich mich nach einer Pause auf den Rückweg und war dann gegen viertel 11 am Parkplatz und habe noch eine dreiviertel Stunde auf die anderen gewartet. Dann gab es Mittag und endlich gegen viertel 1 dann der Rückweg. Es sollten noch 4h Fahrt bis nach Kununurra werden und die waren für mich eigentlich gar nicht langweilig, da um uns herum eine so wunderschöne Landschaft war, dass ich einen Hauptteil der Zeit sehr fasziniert war. Gegen 6 lieferten mich die anderen dann im Hostel ab und der Abschied war schon etwas merkwürdig. Adi schien mir froh, dass sie mich endlich los war, aber Christoph zögerte eine Weile und hat mich dann am Ende nochmal gedrückt. Das fande ich mega lieb. Ich glaube, ihm hat es auch etwas leidgetan, dass das ganze nicht so rund gelaufen ist. Aber wenigstens sind wir im Guten auseinandergegangen. 
Die Bloodwoods

der Ausblick, nachdem wir uns über 2km durch die Steine gekämpft haben. Aber die Mischung aus Palmen und diesen Felsen ist jedesmal wieder überwältigend


die typischen und bekannten Formationen der Bungle Bungles


Picaninny Lookout
Alles in allem kann ich sagen, das ich wirklich sehr dankbar bin, all diese tollen Sachen gesehen zu haben. Es waren die wunderschönsten Sachen dabei und sowas werde ich nirgendwo sonst auf der Welt wiederfinden. Ich liebe die Kimberleys einfach, selten hat mich eine Landschaft so sehr gereizt und in ihren Bann gezogen. Ich habe das Gefühl ich will hier noch so viel sehen, aber auf der anderen Seite habe ich mir die tollsten Sachen schon angeschaut. Ohne 4WD wäre das alles nicht möglich gewesen und ich hätte eine Menge verpasst, oder eine teure Tour buchen müssen.  Leider hat es von der Gruppenzusammenstellung ganz und gar nicht gepasst hat und während der gesamten Reise musste ich da ziemlich arg drunter leiden. Zurzeit bin ich wohl eher etwas geschädigt, was das Zusammenreisen mit anderen angeht. Erst der Stress im Litchfield mit der Schweizerin, die sich ohne Grund vollkommen aufgeregt hat und dann diese Hygiene Sache. Ich habe wirklich Angst meinen nächsten Roadtrip zu starten und muss so wohl alles alleine angehen, auch wenn ich dann das doppelte und dreifache bezahle. Aber nochmal lasse ich mir meine Zeit in Australien nicht kaputt machen. Ich mag es nicht mich immer von anderen abhängig zu machen. Ich würde es mir wirklich wünschen eine Gruppe zu finden, in der zwischenmenschlich alles harmoniert, man die selben Vorstellungen hat, sich gegenseitig Vertrauen kann und schlussendlich eine unvergessliche Zeit zusammen erlebt. Das wird wohl vorerst eine Illussion bleiben und ich habe auf der anderen Seite auch keine große Lust alles in Australien nur mit dem Bus bereisen zu müssen. Deshalb freue ich mich gerade so sehr auf die Tour an der Ostküste mit Marius im Dezember. Hier kann ich ja ganz sicher sein, dass alles passt und selbst wenn es mal Meinungsverschiedenheiten gibt, dass man diese gut lösen kann, sodass beide Seiten zufrieden sind. Auch wenn die Westküste reizvoller ist als die Ostküste, freue ich mich deswegen gerade mehr auf letzteres. Wie ich Richtung Perth kommen soll ist mir im Moment noch ein Rätsel, denn ich will ja nicht auf direktem Weg dahin fahren, sondern auch noch einige schöne Nationalparks anschauen.
Liebe Grüße, Elli
der Weg zum "The window"

der Weg zur Cathedral Gorge

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