2017-10-03

Die Aboriginals

Jetzt bin ich also schon seit über einer Woche in Kununurra und sitze hier meine Zeit ab. Die Stadt an sich hat wirklich gar nichts zu bieten und so zwinge ich mich nur mal zum einkaufen vor die Tür. Ich fühle mich hier nicht besonders wohl, da es viele freilaufende Hunde gibt die vor dem Hostel herumstreunen. Nach dem Sonnenuntergang gegen halb 6  kann ich hier auch nicht mehr alleine herumlaufen, da es dann wegen der Aboriginals zu gefährlich ist. Am Anfang habe ich ja noch gedacht, dass es schade ist, warum zwischen den beiden Kulturen so eine große Grenze gezogen wird. Diese Einstellung hat sich auch nicht geändert, nur ist mir klar geworden, das dies nicht so einfach ist, wie man sich das vielleicht vorstellt. Aufgrund dessen, das den Aboriginals damals bei der Siedlung der Europäer das Land genommen wurde, bekommen sie heute alles vom Staat bezahlt. Sie müssen nicht arbeiten gehen sondern bekommen vergleichsweise sowas wie Hartz IV. Als ich das erfahren habe war ich etwas geschockt, da ich nicht verstehen kann, wie man wegen uralter Konflikte, für die heute keiner etwas kann so einen Trostpreis vergibt. Das Geld nutzen die Erwachsenen nur um sich Alkohol zu kaufen. Anschließend torkeln sie durch die Straßen oder sitzen zuhause rum und sind nicht mehr fähig auf ihre Kinder aufzupassen. Und die sind hier in Kununurra ein richtiges Problem. Sie finden sich zu kleinen Banden zusammen und ziehen durch die Straßen. Dazu muss man anmerken, dass sie keinerlei Respekt vor Frauen haben. Tagsüber stellt das ganze kein Problem dar. Ich bin bis jetzt immer in Ruhe gelassen worden. Aber sowie man abends unterwegs ist, verwandeln sie sich zu kleinen Monstern. Aus Erzählungen von anderen habe ich da schon einige schlimme Geschichten gehört. Einmal sind 3, schon relativ große Mädels aus unserem Hostel nachts durch die Straßen gelaufen, als eine Gruppe 8-13 jähriger kam und die ausrauben wollten. Die haben die Mädels dann zu Boden getreten und ziemlich verletzt. Wenn man bedenkt wie klein die sind, ist das schon heftig. Oder einmal, hat Arni mir erzählt ist er mit anderen zum einkaufen, das eine Mädel hat im Auto gewartet und er hat zugeschlossen von außen. Die Fenster waren eben dummerweise nur alle offen und so kam wieder eine Gruppe Kinder, die sie beleidigt haben und dann angefangen haben Papierbälle anzuzünden und in das Auto schmeißen wollten. Glücklicherweise kamen die anderen da gerade wieder aus dem Laden raus und konnten schlimmers verhindern, aber all diese Tatsachen machen es einem nicht gerade leicht sich hier wohlzufühlen. Gestern war ich in der Commonwealth Bank, da mussten die Bearbeiter dann die Aboriginals rausschmeißen weil die sich untereinander angefangen haben zu prügeln und weil sie nicht gehört haben, manuell die Tür verriegeln. Es sind hier also wirklich keine optimalen Bedinungen zu leben und mein Hostel liegt leider sehr abgelegen von allem. Ich weiß noch nicht genau wo die Reise jetzt hinführen wird, aber ich hoffe das sich alles regelt.
Liebe Grüße,Elli

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