2017-10-03

Zwischenstopp in Kununurra

Die gesamte letzte Woche habe ich in Kununurra verbracht. Als ich hier letzten Donnerstag angekommen bin, habe ich gleich gefragt ob eventuell Arbeit vorhanden ist, und Craig, der Typ an der Rezeption meinte, hier wohnt einer im Hostel der noch jemanden zum Mango Verpacken sucht. Also habe ich bis Abends gewartet und dann mit dem Supervisor gesprochen. Das war allerdings schwierig, da er aus Asien ist und sein Englisch deshalb wirklich hundsmiserabel. Ich habe so Schwierigkeiten ihn zu verstehen. Er meinte ich könne Montag anfangen, da ich allerdings nicht so lange warten wollte habe ich gefragt ob es nicht schon eher geht. Nach kurzem Zögern teilte er mir dann mit, dass es Samstag wohl auch schon gehen würde. Zum Lohn und dem ganzen Ablauf konnte er mir allerdings nicht viel verraten. Nur, dass ich wohl 17$ die Stunde bekommen würde. Das ist hier nichtmal der Mindestlohn(22,80$). Viele aus dem Hostel haben mir gesagt, ich soll die Arbeit nicht machen und irgendeine andere meinte, es wäre Schwarzarbeit. ich weiß nicht woher sie diese Infos haben, aber dies alles hat mich sehr verwirrt. Von zuhause kamen Zurufe,das ich mich doch freuen soll endlich Arbeit zu haben, aber ich konnte mich nicht richtig freuen, weil ich mir schon denken konnte, das wieder irgendetwas schief läuft. Wäre ja zu schön wenn einmal was glatt gehen könnte, aber das Kapitel kann man bei mir komplett durchstreichen. Freitag Abend kam Tony dann an und meinte,dass ich morgen nicht arbeiten kann, an den Grund kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Also war ich demnach erstmal wieder niedergeschlagen, da ich jetzt noch einen Tag hiersaß und nichts machen konnte. Also hoffte ich einfach auf den nächsten Tag. Hier kam er aber auch wieder und meinte, ich könne nicht arbeiten. Das musste ich dann wieder so hinnehmen. Er meinte irgendeine Maschine wäre kaputt gegangen und er versicherte mir, das innerhalb eines Tages zu reparieren, sodass ich Montag anfangen kann. Ich war langsam schon etwas angepisst und habe gefragt wie lange das denn jetzt noch so weitergehen soll. Er meinte aber, alles kein Problem, innerhalb eines Tages ist das geregelt. Ich habe ihn dann gefragt ob er versprechen kann, das es Montag endlich losgeht unnd er bejahte es mir. Ich habe am nächsten Tag schon auf seinen Besuch gewartet. Diesmal eröffnete er mir am Abend, dass es eine Woche braucht um eine neue Maschine zu bestellen und ich also noch auf den nächsten Montag warten muss. Äußerst widerwillig nahm ich das dann in Kauf und tat nichts weiter als warten. Am Dienstag war ich dann auf der Farm, da wir eine kurze Einweisung ins Packing erhalten sollten. In meiner Gruppe sind 10-15 Leute aus Malaysia die vermutlich alle zum schwarzarbeiten hier sind und eine Japanerin mit einem Working Holiday Visa. So warteten wir in der wirklich überhitzten Halle auf den Manager.  Dieser führte uns dann herum und erklärte und unsere Aufgaben. An den ganzen Maschinen kann man sich schon ganz ordentlich verletzen ist mir aufgefallen. Der Manager meinte dann, wir könnten vermutlich nächste Woche Mittwoch anfangen. Also noch  1 1/2 Wochen warten. Darüber war ich nicht gerade begeistert. Dann habe ich versucht heruaszufinden wie das mit den Steuern jetzt abläuft. Hier bekam ich aber auch nur ein mhh..naja und vielleicht zu hören. Es wusste keiner genau. Ziemlich gefrustet habe ich dann den Rest der Woche im Hostel verbracht, bis ich beschlossen habe, spontan ein Busticket nach Broome zu kaufen. Ich musste hier einfach weg. Der Ort hat mich total kaputt gemacht. Ich wurde von Tag zu Tag immer unglücklicher, hatte panische Angst, da so viele Hunde frei herumlaufen und auch ins Hostel gerannt kommen, ich nicht so wirklich Anschluss hatte. Dazu kam das ganze Arbeitsproblem und das die Stadt einfach nichts zu bieten hat..Ich saß also den ganzen Tag im Hostel alleine rum und hatte nichts zu tun. Ich lag jeden Tag bis nachmittags um 2 im Bett und habe stundenlang nur die Decke angestarrt und gehofft, das der Tag bald vorrüber ist. Ich habe dort wirklich sehr gelitten und mir gings total dreckig. So bin ich letzten Freitag in den Bus nach Broome gestiegen und befinde mich jetzt schon seit 4 Tagen hier. Das Hostel ist sehr schön und allgemein fühle ich mich wesentlich wohler hier. Doch dazu mehr in einem anderen Post.
Liebe Grüße, Elli

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ein großes fettes Dankeschön an dich, dass du dir die Zeit nimmst mir einen Kommentar zu schreiben. Ich freue mich über jeden einzelnen wirklich riesig!
Liebste Grüße und bis bald, Elli <3